LĂ€nder und Bund informieren ĂŒber Verkehrsministerkonferenz
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 05:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAn einer Pressekonferenz nimmt auĂer Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) als Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz unter anderem Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) teil.
Ein Kernthema dĂŒrften Forderungen der LĂ€nder nach deutlich mehr Geld fĂŒr den Regional- und Nahverkehr sein. Die LĂ€nder warnen, andernfalls mĂŒssten Verkehre bei Bussen und Bahnen abbestellt werden. Die Bundesregierung sieht aber keine finanziellen SpielrĂ€ume.
Konkret geht es um Steigerungen bei den Trassenpreisen, das ist eine Art Schienenmaut. Das Bundesverkehrsministerium arbeitet an einer Reform des Trassenpreissystems.
Ein weiteres Thema: die Verkehrsminister kritisieren, dass die Bundesregierung die Fördermittel fĂŒr den Ankauf von E-Bussen im Nahverkehr deutlich verringern will.
Bei der zweitĂ€gigen Konferenz in Hohenschwangau in Bayern war am Mittwoch ein Antrag der LĂ€nder Nordrhein-Westfalen und Hamburg ĂŒber die EinfĂŒhrung eines "Deutschlandtickets light" von der Tagesordnung abgesetzt worden. Zur BegrĂŒndung hieĂ es aus LĂ€nderkreisen, der Antrag zu einem bundesweiten elektronischen "Gelegenheitstarif" sei zu kurzfristig eingebracht worden.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (GrĂŒne) kritisierte dies. NRW wolle das Thema auf die nĂ€chste Tagesordnung der Verkehrsministerkonferenz setzen. Zuvor hatte er gesagt: "Wer nur gelegentlich Bus und Bahn fĂ€hrt, muss genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können wie die Vielfahrer mit dem Deutschlandticket."
Die Idee der beiden LĂ€nder: Per Smartphone werden Fahrtbeginn und -ende registriert und der gĂŒnstigste Tarif automatisch berechnet. FahrgĂ€ste sollen in einem Monat insgesamt aber nicht mehr als fĂŒr ein Deutschlandticket zahlen. Der Antrag von NRW und Hamburg sah vor, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die ein Konzept fĂŒr das neue Ticketsystem erstellen soll.
