China, Schmuggel

China meldet Schmuggel seltener Erden durch Geheimdienste

18.07.2025 - 08:58:18 | dpa.de

Laut Chinas Staatssicherheit wollten auslÀndische Geheimdienste, seltene Erden aus dem Land bekommen - mit teils kreativen Methoden. Zuletzt beschrÀnkte Peking die Ausfuhr weiterer Technologie.

China ist der weltweit Hauptproduzent seltener Erden. (Archivbild)  - Foto: Ren Junchuan/Xinhua via ZUMA Wire/dpa
China ist der weltweit Hauptproduzent seltener Erden. (Archivbild) - Foto: Ren Junchuan/Xinhua via ZUMA Wire/dpa

AuslĂ€ndische Geheimdienste sollen laut chinesischen Angaben versucht haben, seltene Erden aus der Volksrepublik zu schmuggeln. Wie Chinas Staatssicherheit mitteilte, wollten die Agenten in den vergangenen Jahren mit «Gesetzesbrechern» im Inland zusammenarbeiten, um die fĂŒr die Industrie wichtigen Rohstoffe per Versand zu stehlen. 

Den Angaben zufolge deckten die Behörden auf, dass Pakete mit «nicht-chinesischer Ursprung» oder einem anderen Wareninhalt falsch deklariert wurden. Die Geheimdienste hÀtten Leute in China etwa angewiesen, stattdessen «Lötfett» oder andere gewöhnliche Produkte darauf auszuweisen, um eine Ausfuhrkontrolle zu umgehen. Auch seien die Metalle in anderen Produkten versteckt worden, wie etwa Plastikpuppen oder Wasserflaschen. 

Immer wieder Export-BeschrÀnkungen 

Um welche Geheimdienste es sich handelte und wann genau die VorfĂ€lle aufgeflogen waren, erklĂ€rte die Behörde nicht. Laut Staatssicherheit wurden die «Wege fĂŒr die illegale Ausfuhr» unterbrochen. 

China hatte schon lĂ€nger die Ausfuhr wichtiger Rohstoffe mit Exportkontrollen belegt. FĂŒr viele dieser Metalle ist die Volksrepublik der weltweit fĂŒhrende Produzent. Im Oktober 2023 schrĂ€nkte Peking etwa die Ausfuhr von Graphit ein, das fĂŒr die Batterieproduktion wichtig ist. 

Auch Batterie-Technologie nun auf Kontroll-Liste 

Im Handelsstreit mit den USA verhĂ€ngte China im April Kontrollen fĂŒr den Export von sieben seltenen Erden und daraus gefertigten Magneten, was Industrien weltweit in Aufruhr versetzt hatte. Peking begrĂŒndete die Maßnahme damit, dass es sich bei den Rohstoffen um GĂŒter fĂŒr den zivilen aber auch militĂ€rischen Nutzen handle. Firmen mussten in einem aufwendigen Antragsprozess detailliert deren Endnutzung nachweisen. 

JĂŒngst setzte Pekings Handelsministerium außerdem Technologien, die zur Herstellung von Batterien fĂŒr Elektroautos und zur Verarbeitung von Lithium wichtig sind, auf eine Ausfuhr-Kontrollliste. Wer diese Technologien durch Handel oder wirtschaftliche Zusammenarbeit aus China ĂŒbertragen wolle, mĂŒsse eine offizielle Lizenz beantragen, hieß es in einer Mitteilung.

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