Lettland: Erneut mehr Migranten an Grenze zu Belarus
04.07.2024 - 12:06:35Grenzschutz-Chef Guntis Pujats sagte im Fernsehen, es habe es seit Montag 160 solcher Versuche gegeben. Damit seien in diesem Jahr insgesamt 2.770 Migranten daran gehindert worden, aus Belarus kommend illegal die grĂŒne EU-Grenze zu ĂŒberqueren.
Lettland grenzt im Osten auf einer LĂ€nge von rund 172 Kilometern an Belarus, Russlands engen VerbĂŒndeten. Der Baltenstaat beschuldigt, Ă€hnlich wie Polen und Litauen, den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten an die EU-AuĂengrenze zu bringen. Dies werde von den belarussischen Behörden geduldet oder sogar gezielt gefördert, um ein politisches Druckinstrument zu schaffen.
Zaun hÀlt viele Migranten ab
"Wir sehen erneut, dass sich die Zahl der Personen, die illegal nach Lettland einreisen wollen, verstĂ€rkt hat und dementsprechend die Zahl in unseren NachbarlĂ€ndern Litauen und Polen zurĂŒckgegangen ist", sagte Pujats. Dies habe bereits im Vorjahr beobachtet werden können, als Lettland im Zeitraum von August bis Oktober 2023 zum Hauptzielland fĂŒr illegale GrenzĂŒbertrittversuche aus dem autoritĂ€r regierten Belarus wurde.
Die Regierung in Riga hat deshalb die Sicherung und den Schutz der Grenze verstĂ€rkt. So wurde der GrenzĂŒbergang Silene geschlossen und ein Zaun errichtet, der nach Angaben von Pujats schon mehrere Dutzend Migranten vom illegalen GrenzĂŒbertritt abgehalten hat: "Die Beobachtungen unserer Grenzschutzbeamten zeigen, dass Menschen am Zaun entlanggehen und nicht nach Lettland gelangen."

