Bau erzielt Umsatzsprung: mehr AuftrÀge im Wohnungsbau
25.03.2025 - 09:33:20Lichtblick fĂŒr die kriselnde deutsche Baubranche: Nach einem schwachen Jahr 2024 hat das Bauhauptgewerbe im Januar deutlich mehr AuftrĂ€ge bekommen und einen Umsatzsprung verzeichnet.
Der preisbereinigte Auftragseingang am Bau stieg um 5,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Gemessen am Vorjahresmonat gab es ein Plus von gut zehn Prozent. Dabei stiegen die AuftrĂ€ge sowohl im Hochbau, der vor allem von Wohnungsbau abhĂ€ngt als auch im Tiefbau, zu dem der StraĂenbau zĂ€hlt.
Die preisbereinigten UmsĂ€tze wuchsen zugleich um 10,8 Prozent zum Vorjahresmonat. Nominal stieg der Erlös um gut 13 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Die besseren GeschĂ€fte lieĂen die BeschĂ€ftigung leicht steigen.
Gute Witterung und ZuwÀchse im Wohnungsbau
Nach EinschĂ€tzung der Bundesbank hat das Baugewerbe zu Jahresbeginn von einer gĂŒnstigen Witterung profitiert, wie die Notenbank in ihrem Monatsbericht MĂ€rz schrieb. Die Branche mit mehr als 900.000 BeschĂ€ftigten spielt eine wichtige Rolle fĂŒr die Konjunktur.
Die ZuwĂ€chse bei den AuftrĂ€gen im Januar seien ĂŒberwiegend auf einen Anstieg von 35 Prozent im Wohnungsbau zurĂŒckzufĂŒhren, schrieb der Bauindustrieverband HDB. Ob das eine Trendwende sei oder nur ein Strohfeuer, mĂŒsse sich zeigen, sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Tim-Oliver MĂŒller. "SchlieĂlich gibt es bereits vereinzelt Meldungen, dass die aktuell wieder gestiegenen Bauzinsen schon einige Projekte "abgewĂŒrgt" hĂ€tten." Der Wohnungsbau befinde sich weiter auf niedrigen Niveau. "Die gewerblichen, aber auch die privaten Investoren sind wegen der hohen Baukosten nach wie vor stark verunsichert."
2024 hatte das Bauhauptgewerbe preisbereinigt RĂŒckgĂ€nge bei Auftragseingang und Umsatz verzeichnet. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erwartet fĂŒr 2025 erneut preisbereinigte Umsatzverluste.

