Lufthansa, Flughafen Frankfurt

Lufthansa tankt vorsorglich mehr Kerosin fĂŒr Frankfurt

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 11:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Eine gewartete Pipeline und niedrige Rheinpegel setzen die Treibstofflogistik am Frankfurter Drehkreuz unter Druck. Lufthansa und Fraport rechnen dennoch nicht mit BeeintrĂ€chtigungen fĂŒr Passagiere.

Frankfurts Treibstoffversorgung bleibt gesichert

  • Die Lufthansa weist Crews auf FlĂŒgen nach Frankfurt vorsorglich zu zusĂ€tzlicher Betankung an anderen FlughĂ€fen an.
  • Eine gewartete Pipeline reduziert die KapazitĂ€t der Kerosinzufuhr zum grĂ¶ĂŸten deutschen Flughafen.
  • Fraport verweist auf Speicher fĂŒr rund zehn Tage und sieht die BetriebsfĂ€higkeit nicht beeintrĂ€chtigt.
  • Über Rhein und Main kommt nur noch wenig Kerosin an den Frankfurter Flughafen. - Bild: Thomas Frey/dpa
  • Lufthansa hat seine Crews angewiesen, bei FlĂŒgen nach Frankfurt zusĂ€tzlichen Treibstoff an Bord zu nehmen. - Bild: Ardavan Safari/dpa
Über Rhein und Main kommt nur noch wenig Kerosin an den Frankfurter Flughafen.  - Bild: Thomas Frey/dpa Lufthansa hat seine Crews angewiesen, bei FlĂŒgen nach Frankfurt zusĂ€tzlichen Treibstoff an Bord zu nehmen.  - Bild: Ardavan Safari/dpa

Kerosinversorgung am Flughafen Frankfurt bleibt stabil

Die Lufthansa erwartet trotz der angespannten Kerosinversorgung am Frankfurter Flughafen keine Flugstreichungen wegen eines möglichen Treibstoffmangels. Die Airline lĂ€sst Crews auf FlĂŒgen nach Frankfurt vorsorglich zusĂ€tzlichen Kraftstoff aufnehmen, um die VorrĂ€te am Drehkreuz zu entlasten.

Pipeline wird gewartet

Nach Angaben der Lufthansa ist eine der Kerosin-Pipelines derzeit in Wartung. Dadurch steht weniger LeitungskapazitĂ€t zur VerfĂŒgung, wie der Flughafenbetreiber Fraport bestĂ€tigte.

Die zusĂ€tzlichen Betankungen an anderen FlughĂ€fen seien eine reine Vorsichtsmaßnahme, erklĂ€rte eine Lufthansa-Sprecherin. Die Vorkehrungen zeigten bereits Wirkung und könnten in absehbarer Zeit wieder beendet werden.

Rheinpegel erschwert Nachschub

Als weiterer Belastungsfaktor gilt der niedrige Wasserstand des Rheins. Tankschiffe können den Fluss dadurch nur eingeschrÀnkt befahren und den Flughafen entsprechend schwieriger mit Kerosin versorgen.

Speicher reichen fĂŒr rund zehn Tage

Fraport verwies auf eine weiterhin nutzbare Leitung sowie vorhandene SpeicherkapazitĂ€ten. Die VorrĂ€te am Flughafen seien fĂŒr den Bedarf von rund zehn Tagen ausgelegt.

Die BetriebsfĂ€higkeit des Flughafens sei deshalb nicht beeintrĂ€chtigt, erklĂ€rte ein Fraport-Sprecher. Passagiere mĂŒssten keine Folgen befĂŒrchten.

Der Frankfurter Flughafen gehört zu den wichtigsten europĂ€ischen Luftverkehrsdrehkreuzen. Eine stabile Kerosinversorgung ist deshalb nicht nur fĂŒr die Lufthansa, sondern fĂŒr den gesamten Flugbetrieb und zahlreiche Umsteigeverbindungen von Bedeutung.

Die aktuelle Lage beruht auf mehreren logistischen Faktoren: Eine Pipeline wird gewartet, zugleich erschweren niedrige WasserstĂ€nde auf dem Rhein den Transport per Tankschiff. Der Flughafen kann die Versorgung teilweise ĂŒber vorhandene Leitungen und eigene Speicher absichern. Nach Angaben von Fraport reichen diese VorrĂ€te fĂŒr den Bedarf von etwa zehn Tagen.

Vorsorge statt FlugausfÀlle

Die zusĂ€tzlichen Betankungen an den Abflugorten entlasten die Frankfurter Reserven und sollen den Betrieb stabil halten. FĂŒr Reisende bedeutet das nach der Mitteilung von Lufthansa und Fraport zunĂ€chst, dass keine unmittelbaren BeeintrĂ€chtigungen oder Streichungen erwartet werden.

FĂŒr die weitere Entwicklung kommt es darauf an, wie schnell die Pipeline wieder mit voller KapazitĂ€t arbeitet und ob sich die Transportbedingungen auf dem Rhein verbessern. Sollte die Wartung lĂ€nger dauern oder die Nachlieferung eingeschrĂ€nkt bleiben, könnten Airlines ihre Tankplanung weiterhin anpassen. Die Maßnahme zeigt, dass Infrastrukturstörungen an einem zentralen Drehkreuz auch ohne sofortige FlugausfĂ€lle operative Folgen haben können.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

FOCUS: „Dem Flughafen Frankfurt droht das Kerosin auszugehen“ (14.10.2026)

Der Bericht habe die zusÀtzlichen Betankungen der Lufthansa und die weiterhin erwarteten ausbleibenden Flugstreichungen beschrieben. Als Belastungsfaktoren habe er neben eingeschrÀnkten Pipeline-KapazitÀten vor allem niedrige Rheinpegel genannt.

Frankfurter Rundschau: „Kerosinmangel am Flughafen Frankfurt: Lufthansa macht Ansage an Piloten“ (14.10.2026)

Der Artikel habe den Schwerpunkt auf das sogenannte Tankering gelegt und zusĂ€tzliche Angaben zu LagerkapazitĂ€ten und Betankungsgrenzen aufgegriffen. Damit bestĂ€tige er die vorsorgliche Strategie, stelle aber die logistische Dimension ausfĂŒhrlicher dar.

Beide BeitrÀge hÀtten die angespannte Versorgung und die Reaktion der Lufthansa betont. Unterschiede gebe es vor allem bei der Darstellung der Infrastruktur und beim Umfang der ergÀnzend genannten Details.

Disclaimer...
de | wirtschaft | 70328526 |