Feinstaub belastet Menschen und Ăkosysteme
05.09.2024 - 06:12:06Das berichtet die Weltwetterorganisation (WMO) in ihrem jĂ€hrlichen Bericht ĂŒber die LuftqualitĂ€t.
Millionen Tote jedes Jahr
Luftverschmutzung verursacht nach WMO-Angaben jĂ€hrlich mehr als 4,5 Millionen vorzeitige TodesfĂ€lle und hohe wirtschaftliche und ökologische Kosten. Sie hat zahlreiche Komponenten. "Die chemischen Stoffe, die zu einer Verschlechterung der LuftqualitĂ€t fĂŒhren, werden normalerweise gemeinsam mit Treibhausgasen ausgestoĂen", berichtet die WMO. Schadstoffe wie Stickstoffverbindungen, Schwefelverbindungen oder Ozon können sich auf der ErdoberflĂ€che absetzen und belasteten die Natur.
Luftverschmutzung beeintrÀchtigt Landwirtschaft
Berichte aus China und Indien legten nahe, dass Feinstaub Ernten in besonders belasteten Gegenden um 15 Prozent reduzieren können. Unter anderem komme durch Feinstaubablagerungen weniger Sonnenlicht auf PflanzenblÀtter.
Die Landwirtschaft trage auch selbst zur Luftverschmutzung bei, weil beim Abbrennen von Feldern, dem Einsatz von DĂŒngemitteln und der Lagerung und Verwendung von Dung Feinstaub entstehe.
Lichtblick Europa und China
In Europa und China sei die Luft im vergangenen Jahr besser gewesen als im langjĂ€hrigen Durchschnitt, berichtete die WMO. Dagegen hĂ€tten WaldbrĂ€nde in Nordamerika dort fĂŒr besonders schlechte Luft gesorgt.
Die WMO hat unter anderem Ergebnisse aus Feinstaub-Messungen des europÀischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus und der US-Raumfahrtbehörde Nasa mit dem Durchschnitt der Jahre 2003 bis 2023 verglichen.
Sie bezieht sich dabei auf Feinstaub mit einem aerodynamischen Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer (PM2,5). Er ist gefÀhrlich, weil die feinen Partikel tief in die Atemwege eindringen, dort lÀnger bleiben und die Lunge nachhaltig schÀdigen können.

