Lungenkrebs-Früherkennung, VDBW

Lungenkrebs-Früherkennung: VDBW will Betriebsärzte verbindlich einbinden

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 16:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der VDBW verlangt mehr Kooperation im Gesundheitswesen, die Beteiligung an Lungenkrebs-Früherkennung und gleichen ePA-Zugang.
Ein heller, moderner Untersuchungsraum in einer medizinischen Einrichtung mit professioneller Ausstattung. Illustration mit AI erstellt.

Bei der Eröffnung des 42. Deutschen Betriebsärzte Kongresses in Mainz hat der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) gefordert, arbeitsmedizinische Expertise systematisch in künftige Reformen des Gesundheitssystems und in Präventionskonzepte einzubinden.

Wie aerzteblatt.de in einem Bericht vom 22. Oktober 2026 darlegt, sieht der Berufsverband erheblichen Nachholbedarf bei der Verknüpfung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge mit den bestehenden Versorgungsstrukturen.

Fachkräftesicherung und sektorenübergreifende Zusammenarbeit

VDBW-Präsidentin Susanne Liebe hob anlässlich des Kongresses hervor, dass die Gesundheit der Beschäftigten insbesondere im Kontext der Fachkräftesicherung sowie bei zunehmend längeren Erwerbsbiografien im Mittelpunkt gesundheitspolitischer Weichenstellungen stehen müsse. Angesichts des demografischen Wandels und des wachsenden Drucks auf den Arbeitsmarkt komme der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit eine Schlüsselrolle zu.

Vor diesem Hintergrund drängt der VDBW auf eine engere und strukturierte Kooperation der Betriebsärztinnen und Betriebsärzte mit anderen Akteuren des Gesundheitswesens. Der Verband spricht sich für eine gezielte Stärkung der Zusammenarbeit mit Hausarzt- und Facharztpraxen, mit Krankenhäusern sowie mit Rehabilitationseinrichtungen aus, um Schnittstellenprobleme abzubauen und Versorgungsbrüche bei Arbeitnehmern zu vermeiden.

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Früherkennungsprogramme und Zugang zur elektronischen Patientenakte

Konkreten Handlungsbedarf formuliert der VDBW zudem im Bereich der Früherkennung. Der Verband fordert die verbindliche Einbindung qualifizierter Arbeitsmediziner bei Maßnahmen zur Früherkennung von Lungenkrebs.

Dieses Anliegen wird durch die Deutsche Krebshilfe unterstützt. Da berufsbedingte Expositionen wie auch allgemeine Risikofaktoren im Arbeitsumfeld erfasst werden können, sehen die Mediziner in der Einbindung der Betriebsärzte einen zentralen Hebel zur frühzeitigen Diagnose.

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Ein weiteres Kernanliegen des Verbandes betrifft die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Der VDBW verlangt eine Gleichstellung der Arbeitsmediziner beim Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA).

Bereits im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum geplanten Gesundheits-Digital-Gesetz (GeDIG) hatten die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM), der Bundesverband selbstständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte (BsAfB) sowie der VDBW gemeinsam auf eingeschränkte Zugriffsrechte für Betriebsärzte hingewiesen.

Um eine lückenlose medizinische Betreuung und eine effiziente Abstimmung mit anderen behandelnden Ärzten zu gewährleisten, sei eine Gleichbehandlung bei den Zugriffsrechten auf die digitale Akte zwingend erforderlich.

Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von Deutsches Ärzteblatt.

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