Mäc-Geiz-Insolvenz, Mitarbeiter

Mäc-Geiz-Insolvenz: 71 Mitarbeiter entlassen, 50 Filialen schließen

Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 22:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ist eröffnet. Rund 50 Standorte werden geschlossen, 71 Beschäftigte haben bereits ihre Kündigung erhalten.

Mäc-Geiz Insolvenz: Gericht eröffnet Verfahren – 50 Filialen vor dem Aus
Ein geschlossenes Ladenlokal mit einem Hinweisschild in der Fensterscheibe vor einem leeren Verkaufsraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Amtsgericht Halle hat am 1. August das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für den Haushaltsdiscounter Mäc-Geiz eröffnet. Rund 50 der 183 Filialen sollen geschlossen werden. Eine endgültige Entscheidung über die betroffenen Standorte fällt bis zum Herbst.

Sanierung unter Aufsicht

Die Geschäftsführung um Rüdiger Grommes bleibt im Amt und führt die operativen Geschäfte weiter. Das Gericht bestellte Prof. Dr. Lucas F. Flöther zum Sachwalter, der das Verfahren überwacht und die Gläubigerinteressen wahrt.

Bereits im Mai hatte Mäc-Geiz Insolvenzantrag gestellt. Mit der Verfahrenseröffnung ändert sich auch die Finanzierung der Personalkosten: Während die Löhne zuletzt über das Insolvenzgeld abgesichert waren, trägt das Unternehmen diese Kosten nun wieder aus eigenen Einnahmen.

Erste Entlassungen bereits vollzogen

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Die Restrukturierung zeigt schon erste personelle Folgen: 71 Mitarbeiter wurden entlassen – 66 bei der Mäc-Geiz Handelsgesellschaft mbH, fünf bei der MTH Retail Services (Germany) GmbH. Das Unternehmen beschäftigt damit noch 1.175 Menschen.

Die Schließung fast jeder dritten Filiale soll das Netz auf ein tragfähiges Maß reduzieren. Ziel ist es, über eine schlankere Struktur langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Handel unter Druck

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Die Probleme bei Mäc-Geiz sind kein Einzelfall. Steigende Importzölle, Kaufzurückhaltung und der Wettbewerbsdruck durch asiatische Online-Plattformen setzen dem Non-Food-Einzelhandel massiv zu.

Auch die Deko-Kette Depot kämpft: Sie befindet sich seit Mai in Eigenverwaltung und will ihr Filialnetz auf rund 50 Standorte reduzieren. Zum 1. August wurden dort 330 Mitarbeiter freigestellt. Die Parallelentwicklung zeigt, wie stark der Transformationsdruck auf die Branche wirkt.

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