Verdi: Mehr als 150.000 bei Warnstreiks in dieser Woche
14.03.2025 - 14:49:38In Potsdam, wo am Freitag die dritte Runde der TarifgesprĂ€che fĂŒr den Ăffentlichen Dienst von Bund und Kommunen begann, beteiligten sich mehr als 5.000 Menschen an der Demonstration inklusive Kundgebung, wie Verdi-Sprecher Jan Thomsen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Aufgrund zahlreicher weiterer Aktionen am Freitag rechnet die Gewerkschaft damit, dass die Gesamtzahl noch steigt.
Bei den Verhandlungen fĂŒr BeschĂ€ftigte von Bund und Kommunen geht es um das Einkommen und die Arbeitszeit von mehr als 2,5 Millionen BeschĂ€ftigten, die zum Beispiel in Verwaltung, Kitas, im Nahverkehr, in Abfallbetrieben, KlĂ€rwerken, BĂ€dern oder Pflegeeinrichtungen arbeiten. FĂŒr die Arbeitnehmer verhandeln Verdi und der Beamtenbund dbb. Sie fordern eine Tariferhöhung um acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr im Monat. AuĂerdem wollen sie mindestens drei zusĂ€tzliche freie Tage durchsetzen. Die Forderungen waren den Arbeitgebern bislang zu teuer.
Am meisten von den Warnstreiks betroffen waren laut Thomsen die BundeslĂ€nder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-WĂŒrttemberg und Bayern. Alleine in NRW hatten mehr als 45.000 Menschen ihre Arbeit niedergelegt, um die Forderungen im Tarifstreit durchzusetzen.

