ROUNDUP, AuftrÀge

Mehr AuftrÀge in Industriebetrieben - 'Sommerflaute vorbei'

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Industriebetriebe in Deutschland haben im September mehr AuftrÀge verzeichnet und damit den schwachen Vormonat teilweise ausgeglichen.

Im Vergleich zum Vormonat legten die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe auch durch eine starke Entwicklung in der Autoindustrie saison- und kalenderbereinigt um 4,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Experten hatten dies in etwa erwartet. Ökonomen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft die Talsohle ĂŒberwunden hat.

Im August war der Auftragseingang im Monatsvergleich noch um revidierte 10,1 Prozent eingebrochen. Allerdings waren die Bestellungen damals durch einen RĂŒckgang von GroßauftrĂ€gen unter anderem im Verteidigungsbereich verzerrt gewesen.

Die positive Entwicklung im September erklĂ€rt das Bundesamt unter anderem mit einem deutlichen Anstieg der Bestellungen um 10,5 Prozent in der Automobilindustrie. In den beiden Monaten zuvor war der Auftragseingang in der fĂŒr die deutsche Wirtschaft wichtigen Sparte wegen Produktionsumstellungen und Werksferien schwach gewesen.

Zudem haben auch Betriebe aus dem Maschinenbau deutlich mehr AuftrĂ€ge erhalten. Im sogenannten "Sonstigen Fahrzeugbau", zu dem auch MilitĂ€rfahrzeuge zĂ€hlen, ging der Auftragseingang hingegen erneut zurĂŒck. Bei den AuftrĂ€gen aus dem Ausland meldet das Bundesamt einen Anstieg um 2,8 Prozent.

Analyst Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sprach von einem "Lichtblick fĂŒr das Verarbeitende Gewerbe". Besonders erfreulich sei der Anstieg der Bestellungen in der Automobilindustrie. Schattenberg verwies auf das bereits vorhandene Auftragspolster in vielen Industriezweigen. Damit dĂŒrfte "das Fundament fĂŒr eine baldige Erholung im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt gelegt sein".

Nach EinschĂ€tzung von Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank zeigen die Daten zum Auftragseingang, dass die "Sommerflaute vorbei ist". "Die Talsohle scheint tatsĂ€chlich ĂŒberwunden", sagte Gitzel. Das Wirtschaftswachstum werde sich in den kommenden Quartalen "klar ĂŒber der Nullmarke einpendeln".

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