Mehr StreitfÀlle sollen bei Amtsgerichten landen
27.08.2025 - 16:20:54Das sehen GesetzesplĂ€ne von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig vor, die das Kabinett auf den Weg gebracht hat. Die Amtsgerichte ermöglichten an bundesweit mehr als 600 Standorten einen einfachen Zugang zum Recht - in WohnortnĂ€he und in der Regel ohne Anwaltszwang, erlĂ€uterte die SPD-Politikerin. "Sie sollen kĂŒnftig ĂŒber mehr FĂ€lle entscheiden können."
Konkret sollen Amtsgerichte in Zivilverfahren mit Streitwerten von bis zu 10.000 Euro verhandeln, wie ein Gesetzentwurf vorsieht. Die bisherige Schwelle von bis zu 5.000 Euro soll damit nach mehr als 30 Jahren angehoben werden. Dies solle eine StĂ€rkung der Amtsgerichte erreichen. AuĂerdem sollen auch bestimmte Streitigkeiten im Nachbarrecht kĂŒnftig generell in ihre ZustĂ€ndigkeit fallen.
Mehr Spezialisierung geplant
Andere FĂ€lle sollen den PlĂ€nen zufolge unabhĂ€ngig vom Streitwert den Landgerichten zugewiesen werden - etwa bei Streit ĂŒber Heilbehandlungen, Veröffentlichungen im Internet und in der Presse oder beim Vergaberecht. Hubig sagte: "Wir schaffen fĂŒr die Landgerichte gezielt neue ZustĂ€ndigkeiten fĂŒr komplexe Verfahren." Dies solle die Spezialisierung in der Justiz fördern.

