Industrie

Ifo: Mehr Unternehmen planen Preiserhöhungen

29.04.2026 - 14:22:58 | dts-nachrichtenagentur.de

Mehr Unternehmen in Deutschland planen, ihre Preise deutlich anzuheben.Der vom Ifo-Institut ermittelte Indikator fĂŒr Preiserwartungen stieg von 25,5 Punkten im MĂ€rz auf 31,6 im April.

Chemie-Anlagen (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Chemie-Anlagen (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das ist der höchste Wert seit Januar 2023. "Der Iran-Krieg hinterlÀsst seine Spuren in der deutschen Wirtschaft. Die Unternehmen geben die gestiegenen Energiekosten nun zunehmend an ihre Kunden weiter", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo WollmershÀuser.

In der Industrie sind die Preiserwartungen von 21,1 auf 34,2 Punkte krÀftig gestiegen, bei energieintensiven Unternehmen sogar von 30,6 auf 47,5 Punkte. Hier fÀllt insbesondere die Chemieindustrie ins Gewicht, deren Preiserwartungen von 31,8 auf 61,7 Punkte hochschnellten. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen war die VerÀnderung deutlich geringer: von 19,2 auf 19,8 Punkte.

Einen deutlichen Hinweis auf einen weiteren Anstieg der Verbraucherpreise geben die Preiserwartungen in den konsumnahen Bereichen, z. B. Gastronomie oder Einzelhandel. So ist der Indikator bei konsumnahen Dienstleistern von 27,9 auf 39,8 Punkte gestiegen.

"Insgesamt dĂŒrfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten auf ĂŒber drei Prozent klettern", erwartet WollmershĂ€user. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern planen dagegen weniger Unternehmer mit höheren Preisen. Ihre Preiserwartungen sind nur von 26,9 auf 32,5 Punkte gestiegen. Dazu zĂ€hlen zum Beispiel Architektur- und IngenieurbĂŒros (Anstieg von 11,2 auf 15,2 Punkte) oder Unternehmensberater, wo die Preiserwartungen sogar gesunken sind (von 10,3 auf 6,3 Punkte).

Die Punkte bei den Ifo-Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, lĂ€ge der Saldo bei +100 Punkten. WĂŒrden alle ihre Preise senken wollen, lĂ€ge er bei ?100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das Ifo-Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten PreisĂ€nderung.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 69258481 |

Weitere Meldungen

BASF fĂŒrchtet anhaltend hohe Inflation BASF-Chef Markus Kamieth hat vor den ökonomischen Folgen des Irankriegs gewarnt. (Wirtschaft, 29.04.2026 - 17:47) weiterlesen...

BASF fordert EU zu hÀrterer Gangart gegen China auf BASF-Chef Markus Kamieth hat die EU aufgefordert, Chinas unfairen Handelspraktiken die Stirn zu bieten. (Wirtschaft, 29.04.2026 - 17:27) weiterlesen...

Bosch will mit Start-ups neue GeschĂ€ftsideen entwickeln. Nun will der Technologiekonzern neue GeschĂ€ftsfelder erschließen. Zuletzt schrieb Bosch erstmals seit der Finanzkrise rote Zahlen. (Wirtschaft, 28.04.2026 - 10:18) weiterlesen...

Roche-Pharma-Chef kritisiert Reform von Warken scharf FĂŒr den Chef von Roche Pharma, Daniel Steiners, setzt die geplante Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) an den falschen Stellen an."Das wahre Problem sind die ineffizienten Strukturen, in denen Fortschritt jeden Tag versickert und Geld verpufft", sagte Steiners den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (Wirtschaft, 28.04.2026 - 06:21) weiterlesen...

Thyssenkrupp zögert bei Verkauf von Stahlsparte an Jindal Thyssenkrupp-Chef Miguel López will die Stahlsparte nicht um jeden Preis an den indischen Konzern Jindal Steel verkaufen. (Wirtschaft, 24.04.2026 - 17:56) weiterlesen...

Höherer Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Februar Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Februar 2026 gegenĂŒber Januar 2026 kalender- und saisonbereinigt um 7,6 Prozent gestiegen.Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, nahm der Auftragseingang im Februar 2026 im Vormonatsvergleich im Hochbau um 8,6 Prozent und im Tiefbau um 6,7 Prozent zu. (Wirtschaft, 24.04.2026 - 08:13) weiterlesen...