BundeslÀnder versprechen Transparenz bei Grundsteuer
24.07.2023 - 07:03:54Neben Hessen wollen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, aber auch Brandenburg und Schleswig-Holstein dafĂŒr sorgen, dass die BĂŒrger fĂŒr ihre Kommune erfahren, welcher Hebesatz mit Wirksamwerden der Reform aufkommensneutral wĂ€re. Das ergab eine Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter sĂ€mtlichen BundeslĂ€ndern zum Stand der Umstellungsarbeiten (Montagsausgabe).
Man wolle Transparenz ermöglichen, ob mit den HebesĂ€tzen Steuern gesenkt, erhöht oder gleich gelassen wĂŒrden, wenn die Reform Anfang 2025 in Kraft tritt, schrieb die Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen. "Das Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen wird daher sĂ€mtliche Kommunen öffentlich ĂŒber den jeweiligen Hebesatz informieren, der zur AufkommensneutralitĂ€t in der jeweiligen Kommune fĂŒhrt." Niedersachsen hat nach Angaben der FAZ seinen Gemeinden aufgegeben, neben dem festgesetzten Hebesatz den Hebesatz zu veröffentlichen, der aufkommensneutral wĂ€re. Schleswig-Holstein plant ein Transparenzregister, aus dem hervorgehen soll, wie die Gemeinden ihre HebesĂ€tze fĂŒr das Jahr 2025 einstellen mĂŒssten, um Einnahmen in derselben Höhe wie vor der Reform zu erzielen. In Potsdam bereitet man dazu ein öffentliches digitales Verzeichnis vor. Die neue Grundsteuer tritt Anfang 2025 in Kraft. Etwa 36 Millionen Immobilien mĂŒssen dafĂŒr neu bewertet werden. Das Aufkommen aus der Grundsteuer, derzeit rund 15 Milliarden Euro, steht den Kommunen zu. Sie entscheiden ĂŒber den Hebesatz und damit ĂŒber die konkrete Belastung eines jeden einzelnen. Die Grundsteuer trifft alle, EigentĂŒmer zahlen sie direkt, Mieter tragen ihren Teil ĂŒber die Umlage.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


