ROUNDUP, KlÀger

KlÀger fordern freiwillige Soli-Abschaffung

26.03.2025 - 12:48:28

Mehrere FDP-Politiker drÀngen eine neue Bundesregierung nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur freiwilligen Abschaffung des SolidaritÀtszuschlags.

"Es wĂ€re politisch richtig, den Soli sofort abzuschaffen", sagte der frĂŒhere FinanzstaatssekretĂ€r Florian Toncar in Karlsruhe. FDP-Politiker Christian DĂŒrr forderte eine milliardenschwere Entlastung fĂŒr Betriebe und Sparer.

"Friedrich Merz muss jetzt handeln", erklĂ€rte DĂŒrr. Wer sich ein riesiges Schuldenpaket genehmige, mĂŒsse auch in der Lage sein, 13 Milliarden Euro jĂ€hrliche Entlastung umzusetzen. "Eine politische Entscheidung ist heute umso notwendiger geworden." Der Soli schwĂ€che den Wirtschaftsstandort.

FDP-Politiker sehen klare Grenzen fĂŒr Soli

Toncar und DĂŒrr gehören zu den sechs FDP-Politikern, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den SolidaritĂ€tszuschlag geklagt hatten. Das Gericht wies die Verfassungsbeschwerde mit der BegrĂŒndung zurĂŒck, der Bund habe durch die Wiedervereinigung weiterhin zusĂ€tzlichen Finanzbedarf. (Az. 2 BvR 1505/20)

Gleichzeitig habe das Gericht aber klare Grenzen gesetzt, betonten sie: Der Soli werde dann verfassungswidrig, wenn der durch die Wiedervereinigung bedingte Mehrbedarf wegfalle. Darauf mĂŒsse sich eine neue Bundesregierung vorbereiten, betonte Toncar. Es mĂŒsse nun regelmĂ€ĂŸig geprĂŒft werden, ob der Soli noch gerechtfertigt sei - und es zeichne sich ab, dass das in einigen Jahren nicht mehr der Fall sei. "Wer heute klug verhandelt, der muss jetzt eben auch fĂŒr die Zukunft des Solis eine Entscheidung treffen", betonte er.

@ dpa.de