Mercedes-Benz, Fahrzeugproduktion

Mercedes plant modulare Autos für die 2030er-Jahre

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 15:29 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Mercedes-Benz will Fahrzeuge der kommenden Modellgeneration auf einer stärker modularen technischen Grundlage bauen. Der Konzern erwartet davon geringere Kosten, mehr Effizienz und schnellere Produktionsabläufe.

Mercedes plant flexible Fahrzeugarchitektur

  • Mercedes-Benz entwickelt eine neue Produktarchitektur für die Modellgeneration der 2030er-Jahre.
  • Front-, Heck-, Seiten- und Bodenteile sollen als separate Module gefertigt werden.
  • Das Management bezeichnet die künftige Autogeneration als Tech-Stacks.
  • Der Konzern will Kosten senken, effizienter arbeiten und die Produktion beschleunigen.
Mercedes-Stern (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Mercedes-Benz plant Tech-Stacks für die 2030er-Jahre

Mercedes-Benz will die nächste Fahrzeug-Generation nach einem neuen Prinzip fertigen. Der Autokonzern arbeitet an einer Produktarchitektur, mit der Fahrzeuge künftig modularer und skalierbarer gebaut werden sollen.

Baukasten ersetzt mehrere Plattformen

Nach Informationen des „Handelsblatts“ aus dem Umfeld des Aufsichtsrats sollen Front-, Heck-, Seiten- und Bodenteile in separate Module zerlegt werden. Diese Module könnten je nach Größe des Fahrzeugs unterschiedlich kombiniert und gefertigt werden.

Damit wären für verschiedene Fahrzeuggrößen perspektivisch nicht mehr mehrere unterschiedliche Produktionsplattformen nötig. Das Management spricht bei der künftigen Autogeneration deshalb von Tech-Stacks.

Konzern bestätigt Zukunftsplanung

Mercedes-Benz erklärte auf Anfrage der Zeitung, „an einem sehr ambitionierten Zukunftsplan zu arbeiten“, nannte jedoch keine Einzelheiten. Die neue Modellgeneration soll in den 2030er-Jahren auf den Markt kommen.

Mercedes orientiert sich an Baukastenprinzipien

Mit der modularen Fertigung will der Konzern Kosten senken, die Effizienz steigern und die Produktion beschleunigen. Derzeit baut Mercedes-Benz seine Fahrzeuge auf mehreren Plattformen.

Ähnliche Ansätze verfolgen Tesla und chinesische Autobauer. Auch die Opel-Mutter Stellantis setzt auf eine Einheitsplattform, die Fahrzeuge verschiedener Größen und mit unterschiedlichen Antriebsarten tragen kann.

Mercedes-Benz steht bei der Fahrzeugentwicklung vor der Aufgabe, unterschiedliche Modellgrößen und Antriebe mit weniger technischen Grundarchitekturen abzudecken. Der in der dts-Meldung beschriebene Ansatz verlagert den Schwerpunkt von mehreren festen Plattformen hin zu standardisierten Modulen, die je nach Fahrzeug variieren können.

Ein solches Baukastenprinzip kann Entwicklungs- und Fertigungsprozesse vereinheitlichen. Gemeinsame Front-, Heck-, Seiten- und Bodenelemente würden es ermöglichen, Fahrzeuge mit unterschiedlichen Abmessungen auf einer stärker skalierbaren technischen Grundlage zu bauen. Für den Konzern wäre das vor allem dann relevant, wenn verschiedene Antriebsarten, Batteriegrößen und Karosserieformen parallel angeboten werden sollen.

Kosten und Fertigung im Mittelpunkt

Die erwarteten Vorteile liegen in niedrigeren Kosten, einer effizienteren Nutzung von Anlagen und einer schnelleren Anpassung der Produktion. Gleichzeitig steigt die Bedeutung einer präzisen Standardisierung: Module müssen technisch, qualitativ und logistisch über mehrere Baureihen hinweg kompatibel sein.

Mercedes würde sich mit den geplanten Tech-Stacks an Herstellern orientieren, die Fahrzeugplattformen bereits stärker vereinheitlichen. Die Umstellung dürfte allerdings langfristig angelegt sein, da sie Produktentwicklung, Werke, Lieferketten und Investitionsentscheidungen betrifft. Für Kunden könnte sie perspektivisch eine größere Modellvielfalt auf gemeinsamer technischer Basis bedeuten; welche konkreten Fahrzeuge zuerst betroffen sind, bleibt offen.

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