Merz, Krawallen

Merz nach Krawallen: Keine Toleranz fĂŒr GewalttĂ€ter

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 12:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach den Krawallen in mehreren deutschen StÀdten am Wochenende fordert Bundeskanzler Friedrich Merz ein hartes Vorgehen gegen die GewalttÀter.

"Gewalt hat auf unseren Straßen nichts zu suchen, und meine Regierung wird hier keine Toleranz zeigen", heißt es im Redemanuskript des CDU-Vorsitzenden fĂŒr die CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz, das der Deutschen Presse-Agentur in AuszĂŒgen vorliegt.

"Wer Polizisten und EinsatzkrĂ€fte angreift und GeschĂ€fte plĂŒndert, greift unsere Freiheit an, verhöhnt die Gesellschaft und die berechtigten Interessen der jungen Leute", betont der Kanzler darin. "Die StraftĂ€ter werden die HĂ€rte des Gesetzes spĂŒren."

"Die junge Generation ist politisch"

Merz dankte ausdrĂŒcklich der Polizei, die vorbildlich reagiert habe. Er wies auch darauf hin, dass der Großteil der jungen Leute friedlich demonstriert habe. Als positive Botschaft vom Wochenende nehme er mit: "Die junge Generation ist politisch und sie sorgt sich um ihre Zukunft."

Das decke sich mit seiner eigenen Botschaft, fĂŒr die er seit Monaten einstehe: "Wir wollen den jungen Leuten eine gute Zukunft ermöglichen, wir wollen ihnen ein ordentlich gefĂŒhrtes Land ĂŒbergeben." Der jungen Generation dĂŒrften nicht die Lasten einer alternden Gesellschaft aufgebĂŒrdet werden. "Deswegen machen wir eine Rentenreform fĂŒr die Jungen, wir sorgen uns um unsere Sicherheit, und wir bereiten unsere Wirtschaft auf die digitale Zukunft vor."

Merz rÀumt Defizite bei den Themen Wohnen und Bildung ein

Dies alles sei Teil eines neuen Generationenvertrags, der gerade fĂŒr alle Lebensbereiche ausgehandelt werde. Merz rĂ€umte aber ein, dass es gerade beim Thema Wohnen Defizite gebe und die Haushalte entlastet werden mĂŒssten, damit die LĂ€nder mehr in Bildung investieren könnten. "All die Themen stehen ganz oben auf unserer Arbeitsliste." Die zustĂ€ndige Bildungsministerin Karin Prien (CDU) werde das GesprĂ€ch mit der jungen Generation jetzt weiterfĂŒhren und vertiefen.

Am Wochenende hatten Zehntausende junge Menschen zumeist friedlich demonstriert. Anschließend kam es aber zu teils schweren Krawallen. In Frankfurt am Main flogen Steine und Brandflaschen, Randalierer zerstörten Schaufenster, es gab PlĂŒnderungen. Mehr als 100 Polizisten wurden verletzt.

Auch in Köln, Hamburg und Berlin gab es nach ĂŒberwiegend friedlichen Demonstrationen Tausender junger Menschen Ausschreitungen und ZusammenstĂ¶ĂŸe mit der Polizei, dort aber nicht so heftig wie in der Bankenmetropole am Main.

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