Brauwirtschaft verliert - Veltins legt leicht zu / Mit attraktiven Marken und solider Performance stÀrkt sich Veltins in der Biermarktkrise
14.01.2026 - 12:19:49Verbraucherattraktives Sortiment trĂ€gt spĂŒrbare FrĂŒchte
WĂ€hrend der deutsche Biermarkt 2025 mit rund fĂŒnf Millionen Hektolitern innerhalb eines Jahres so viel Menge verlor wie seit 75 Jahren nicht mehr, entzog sich die Brauerei C. & A. Veltins dieser dramatischen Marktentwicklung und schloss das GeschĂ€ftsjahr mit einem leichten Zugewinn deutlich ĂŒber Markt- und Wettbewerbsniveau ab. "Unsere Investitionen in ein breites, verbraucherattraktives Sortiment tragen spĂŒrbare FrĂŒchte, denn die ergĂ€nzenden Marken können heute MengeneinbuĂen im StammgeschĂ€ft exzellent ausgleichen", so Dr. Volker Kuhl. Die Marke Veltins Pils erreichte einen GesamtausstoĂ von 2,32 Mio. hl (-1,8 %) und steuert heute zwei Drittel zum Gesamtabsatz der sauerlĂ€ndischen Privatbrauerei bei. Der nationale Marktanteil wuchs auf 6,6 %, wĂ€hrend er im Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen auf 14,1 % hochschnellte und damit Platz zwei markiert.
FassbiergeschÀft mit 443.900 hl weiter auf Kurs
Das helle PĂŒlleken und das zugehörige Naturradler Zitrönken bauten ihre Position als Sortenlieblinge der Verbraucher im Hellbiersegment weiter aus. Angesichts der groĂen Marktnachfrage gelang es 2025, mit 373.600 hl immerhin 13,6 % mehr abzusetzen. Das helle PĂŒlleken reklamiert im wachsenden Sortensegment der Hellbiere unverĂ€ndert Platz drei fĂŒr sich; in NRW ist die junge Marke im Handel weiterhin MarktfĂŒhrer. "Die HĂ€lfte aller hellen Biere zwischen Rhein und Weser geht heute als helles PĂŒlleken zum Durst", so Dr. Volker Kuhl. Mit der EinfĂŒhrung von Veltins Helles Lager rief die Familienbrauerei bereits 2024 einen Sortenneuanfang aus und verstĂ€rkte das Marktengagement 2025 im ersten vollstĂ€ndigen GeschĂ€ftsjahr. Das mild-sĂŒffige Lagerbier mit internationaler Reputation bilanzierte 49.000 hl. Die SpezialitĂ€tenmarke Grevensteiner konnte sich aufgrund des SparbemĂŒhens der Verbraucher der verlustreichen Sortenentwicklung im nationalen Biermarkt nicht entziehen, trug aber 111.700 hl (-13,5 %) zum Ergebnis bei. Freude bereitete das alkoholfreie Segment mit den Veltins Fassbrausen sowie den alkoholfreien Bieren und Radlern, das auf 241.300 hl anwuchs und damit um 10,4 % zulegte. Das FassbiergeschĂ€ft erreichte 443.900 hl. "Damit sind wir angesichts der Rahmenbedingungen im Vertriebskanal von Gastronomie und Events weiter auf Kurs", so Rainer Emig, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins.
Ăberraschung: V+ Saure Zungen Cherry und PĂŒlleken Alkoholfrei
Im Segment der innovativen Biermixe steuerte die Marke V+ im zurĂŒckliegenden GeschĂ€ftsjahr 269.500 hl (-5,5 %) zum Ergebnis bei und ist auch 2026 fĂŒr eine Ăberraschung gut. Rainer Emig kĂŒndigte im 25. Jahr der V+-MarktaktivitĂ€ten die neue Sorte V+ Saure Zungen Cherry an. Sie erscheint rechtzeitig zum FrĂŒhsommer. "Wir haben den Anspruch, mit V+ gerade bei den Verwendern der jungen Erwachsenen neue, einprĂ€gsame Geschmackserlebnisse zu schaffen - das gehört zur DNA von V+ dazu." Als weiteres Produkt kommt 2026 das PĂŒlleken als alkoholfreie Variante hinzu. Ăberdies sind saisonale Fassbrause-Sorten in Vorbereitung. Seit Jahresbeginn ist die Marke Karamalz vollumfĂ€nglich in die Produktions- und VertriebsablĂ€ufe integriert, sodass die gesamte Produktpalette ab Rampe Grevenstein verfĂŒgbar ist. "Wir halten die Taktzahl von ProdukteinfĂŒhrungen hoch, fĂŒhren jedes Produkt aber mit AugenmaĂ in den Markt ein", ergĂ€nzte der VertriebsgeschĂ€ftsfĂŒhrer. Die Brauerei C. & A. Veltins stehe fĂŒr genussvolle Produkte und mache in dieser Frage keinerlei ZugestĂ€ndnisse.
92 % aller Gebinde sind als Mehrweg unterwegs
"Mit Weitsicht und Beharrlichkeit gelang es dank zunehmender Innovationskraft und Marktdurchdringung, die Konsum- und BranchenverĂ€nderungen in Handel und Gastronomie mitzugestalten", so Dr. Volker Kuhl. Rund 92 % aller Gebinde wurden in Mehrweggebinden bereitgestellt. Im Gebindemix liegen der Flaschenanteil bei 79,2 %, der Fassbieranteil bei 13,2 % und der Dosenanteil bei 7,6 %. FĂŒr die Brauerei C. & A. Veltins ist das ein klares Bekenntnis zur traditionellen Mehrwegorientierung und ein nachhaltiges Signal fĂŒr MarkenstĂ€rke und Marktverankerung. So erhöhte sich der Veltins-BierausstoĂ seit Beginn des Jahrzehnts um etwa 25 %, wĂ€hrend der deutsche Biermarkt im selben Zeitraum nahezu 11 % an Menge verlor. Die werthaltige Premium-Positionierung konnte trotz erneut erhöhter WettbewerbsintensitĂ€t nachhaltig zementiert werden, um im kontinuierlichen GeschĂ€ftsverlauf qualitative Wachstumssignale in den Markt zu senden. Die Zahl der BeschĂ€ftigten erhöhte sich seit Jahrzehntbeginn um 64 ArbeitskrĂ€fte auf 754.
Brauwirtschaft vor tiefgreifendem Strukturprozess
Anders als fĂŒr weite Bereiche der Brauwirtschaft gestaltete sich das GeschĂ€ftsjahr 2025 fĂŒr die sauerlĂ€ndische Familienbrauerei erfreulich. WĂ€hrend in der nationalen Brauwirtschaft die GeschĂ€fte mit deutlich gebremstem Schaum verliefen, konnte die Brauerei C. & A. Veltins schon im ersten Halbjahr ĂŒber dem Vorjahr abschneiden. Rainer Emig: "Die Verbraucher hatten trotz eines unverĂ€ndert schwierigen Konsumumfeldes das Veltins-Sortenportfolio mit verlĂ€sslichem Abverkauf goutiert." Das durchgĂ€ngig warme und kontinuierlich biertaugliche FrĂŒhjahrs- und Sommerwetter hatte - anders als sonst ĂŒblich - der Brauwirtschaft diesmal nicht geholfen, die Marktverluste im gesamten Biermarkt abzudĂ€mpfen oder gar aufzufangen. Als ein Minusfaktor schlug die Gastronomie zu Buche, die deutlich weniger Bier verkaufte als noch im Jahr zuvor. Der Handel litt weiter unter dem SparbemĂŒhen der privaten Haushalte. "Die Volumenverluste sind mit rund fĂŒnf Millionen Hektolitern fĂŒr Deutschlands Brauereien eine schwere Last", urteilte Dr. Volker Kuhl. "FĂŒr viele Betriebe wird sich in naher Zukunft leider die Existenzfrage stellen. Die geringer werdenden Verkaufsmengen bei einem unverĂ€ndert herausfordernden Kostenniveau werden vielerorts den Marktaustritt bedeuten." Das zurĂŒckliegende GeschĂ€ftsjahr mit einer wachsenden Anzahl von Betriebsaufgaben sieht Dr. Kuhl erst als Anfang eines tiefgreifenden Strukturprozesses der Brauwirtschaft.
Eine gĂŒnstige Zeit fĂŒr mutige ExistenzgrĂŒnder
Mit KontinuitĂ€t wurden die Veltins-ExportbemĂŒhungen in den SchwerpunktmĂ€rkten Italien, Spanien, den Niederlanden, GroĂbritannien und den USA vorangetrieben. Mit einem AusstoĂ von 113.000 hl blieb die PrĂ€senz der Brauerei C. & A. Veltins in den AuslandsmĂ€rkten stabil. Wenngleich die Brauwirtschaft unter den krisenhaften UmsatzrĂŒckgĂ€ngen in der Gastronomie deutlich zu leiden hatte, setzt die Privatbrauerei unverĂ€ndert auf das traditionelle GeschĂ€ftsfeld. "Erfreulicherweise zeigen immer mehr ExistenzgrĂŒnder den Mut zum Aufbruch, um sich mit neuen Konzepten selbststĂ€ndig zu machen. Die Chancen sind in diesen Jahren gĂŒnstig, weil durch viele Betriebsaufgaben und mangels Nachfolger Standorte zur VerfĂŒgung stehen, an die vor einigen Jahren nicht zu denken war", ist Rainer Emig ĂŒberzeugt. "Die Gastronomie, die wir im nĂ€chsten Jahrzehnt erleben, wird eine andere sein als heute."
Investitionen beschleunigen energetische Transformation
Nach dem Abschluss der 400-Millionen-Euro-Investitionsoffensive ging es 2025 mit ergĂ€nzenden Investitionen in Höhe von 51 Mio. Euro am Stammsitz Grevenstein weiter. Mit Blick auf die zweite HĂ€lfte des Jahrzehnts sind weitere Aufwendungen nötig, um die energetische Transformation zu beschleunigen. Die Hinwendung zu regenerativen Energien wird allein an Aufbaukosten fĂŒr eine Windradinfrastruktur rund 60 Mio. Euro erfordern. Flankierend werden Technologien erforderlich sein, die den dauerhaften Verzicht auf fossile Brennstoffe vorantreiben.
Fakten & Kennziffern in der Zusammenfassung
Brauerei C. & A. Veltins 2025: StabilitÀt in der Branchenkrise
Die Brauerei C. & A. Veltins blickt auf ein erfolgreiches GeschĂ€ftsjahr 2025 zurĂŒck, in dem sich das Unternehmen deutlich gegen den branchenweiten Negativtrend behaupten konnte. WĂ€hrend die deutsche Brauwirtschaft mit einem Verlust von rund fĂŒnf Millionen Hektolitern den stĂ€rksten RĂŒckgang seit 75 Jahren verkraften musste, steigerte die Privatbrauerei aus Meschede-Grevenstein ihren AusstoĂ leicht um 0,3 % auf 3.369.000 hl. Auch beim Umsatz legte das Familienunternehmen zu und erreichte ein Ergebnis von 461 Mio. Euro (+0,4 %).
Markenportfolio: Ein zentraler Pfeiler dieses Erfolgs ist das breit gefÀcherte Sortiment, das Mengenverluste im StammgeschÀft auffangen konnte.
Veltins Pils: Mit 2,32 Mio. hl (-1,8 %) trÀgt die Stamm-Marke weiterhin zwei Drittel zum Gesamtabsatz bei. In Nordrhein-Westfalen festigte die Marke mit einem Marktanteil von 14,1 % ihren zweiten Platz.
PĂŒlleken: Das Hellbier bleibt der Wachstumsmotor (+13,6 %) und steht mit einem Absatz von 373.600 hl national auf Platz drei und ist unangefochtener MarktfĂŒhrer in seinem Segment in NRW.
Alkoholfreie Produkte: Das Segment aus Fassbrausen und alkoholfreien Bieren wuchs dynamisch um 10,4 % auf 241.300 hl.
Innovationen 2026: FĂŒr das kommende Jahr sind neue Produkte wie "PĂŒlleken Alkoholfrei", innovative Fassbrause-Geschmacksrichtungen und die Biermix-Variante "V+ Saure Zungen Cherry" geplant, um die junge Zielgruppe anzusprechen.
Investitionen: Rund 60 Mio. Euro flieĂen in den Aufbau einer eigenen Windradinfrastruktur, um die energetische Transformation voranzutreiben und dauerhaft auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Mit einer Mehrwegquote von 92 % unterstreicht die Brauerei zudem ihre ökologische Verantwortung und Nachhaltigkeitsstrategie.
Pressekontakt:
Ulrich Biene, Telefon: 02934 - 959 325, [email protected]
Weitere Informationen der Brauerei C. & A. VELTINS im Internet verfĂŒgbar: www.bierpresse.de, www.veltins.de, www.vplus.de
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