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Meta Smart Glasses: Gesichtserkennung in App gefunden – trotz April-Versprechen

09.06.2026 - 04:39:26 | boerse-global.de

Entwickler finden Code für Gesichtserkennung in Metas Begleit-App. Konzern spricht von Test, trotz gegenteiliger Aussagen im April.

Meta Smart Glasses: Gesichtserkennung in App entdeckt
Smart - Ein verschwommenes Gesicht hinter einer digitalen Schnittstelle mit abstrakten Datenpunkten, die Datenschutzbedenken bei Smart-Fitnessgeräten symbolisieren. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

In der Begleit-App für Metas Smart Glasses haben Entwickler Programmcode für eine Gesichtserkennung namens NameTag gefunden. Die App wurde bereits rund 50 Millionen Mal heruntergeladen. Die biometrischen Vorlagen sollen lokal auf dem Smartphone erstellt werden.

Meta selbst spricht von einem internen Test. Ein Produktstart sei derzeit nicht geplant. Das Problem: Erst im April 2026 hatte der Konzern öffentlich erklärt, keine Gesichtserkennung zu integrieren.

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Der Fund kommt nicht überraschend. Meta musste in den USA bereits hohe Strafen zahlen: 650 Millionen Dollar in Illinois und 1,4 Milliarden Dollar in Texas – wegen Verstößen gegen den Schutz biometrischer Daten.

Kommunen reagieren mit Verboten

Potsdam hat im Juni 2026 als erste Stadt Konsequenzen gezogen. Smart Glasses sind in Schwimmbädern und Saunen verboten. Die Bundesnetzagentur droht zudem mit einem Verkaufsverbot für Modelle, bei denen sich Aufnahmesignale leicht deaktivieren lassen.

Open-Source-Projekt umgeht Paywall bei Fitness-Trackern

Ein Entwickler hat mit Goose ein Tool vorgestellt, das die Daten eines Whoop-Bands per Bluetooth abfängt. Die Vitaldaten lassen sich dann lokal auf dem Smartphone verarbeiten – ohne das kostenpflichtige Abo des Herstellers.

Whoop hat rund 2,5 Millionen Nutzer und 575 Millionen Dollar an Finanzmitteln eingesammelt. Bisher setzt das Unternehmen auf ein geschlossenes System mit monatlichen Gebühren. Goose richtet sich an Nutzer, die ihre Daten ohne Cloud und Zusatzkosten verwalten wollen.

Google und Samsung setzen auf weniger Abo-Zwang

Der neue Fitbit Air von Google kostet rund 100 Euro, kommt ohne Display aus und misst Puls, Blutsauerstoff und Hauttemperatur. Die Basisfunktionen sind kostenlos. Ein Premium-Abo für etwa 10 Euro pro Monat bleibt optional.

Samsung kündigte im Juni 2026 ein Update für seine Health-Plattform an. Die KI-Funktion Vitals überwacht nachts Biosignale wie Herzfrequenzvariabilität und Atemfrequenz. Nur bei relevanten Abweichungen gibt es eine Meldung. Das Feature dient als Vorschau auf die neue Galaxy Watch, die Ende Juli 2026 erwartet wird.

Microsoft trackt den Arbeitsort

Bis Ende Juni 2026 will Microsoft eine Funktion in Teams ausrollen, die den Arbeitsort der Mitarbeiter automatisch über das WLAN erkennt. Das Unternehmen verspricht: Keine Verlaufsprotokolle, Datenlöschung am Tagesende. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert.

Arbeitsrechtler warnen: In Österreich etwa unterliegt die Einführung solcher Systeme der Mitbestimmung durch den Betriebsrat. Unternehmen sollten zwingend eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen.

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