Meta Smart Glasses: Update v26 blockiert Kamera bei LED-Manipulation
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 07:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die neue Software blockiert die Kamera, wenn jemand die Aufnahme-LED manipuliert oder zerstört.
Das Update trĂ€gt die Versionsnummer v26 und reagiert auf wachsende Datenschutzkritik. Berichte ĂŒber gezielte Umgehungen der Schutzmechanismen hatten das Unternehmen unter Druck gesetzt.
Technischer Riegel gegen Manipulation
Bisher konnten Nutzer die weiĂe Status-LED abkleben oder verdecken â die Kamera stellte dann den Betrieb ein. Diese Funktion war seit der zweiten Brillengeneration Standard.
Doch findige Nutzer fanden Wege: Sie bohrten die LED aus oder zerstörten sie gewaltsam. Das neue Update erkennt solche physischen Eingriffe nun zuverlÀssig.
Ist die LED beschĂ€digt oder funktionsunfĂ€hig, blockiert die Brille sĂ€mtliche Aufnahmefunktionen. Das gilt laut Meta auch bei technischen Defekten der Leuchtdiode. Ziel: Aufnahmen mĂŒssen fĂŒr Umstehende stets erkennbar bleiben.
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Meta geht gegen Modifikationsdienste vor
Parallel zu den technischen Ănderungen greift Meta durch. Das Unternehmen löscht Werbung fĂŒr Umbauten und sperrt Konten von Anbietern, die diskrete Aufnahmen ermöglichen.
In den letzten Monaten hatten sich Dienste ausgebreitet, die gegen Bezahlung die Hardware modifizieren. Meta kĂŒndigt nun rechtliche Schritte gegen solche Dienstleister an.
Weltweit sind ĂŒber sieben Millionen Smart Glasses im Umlauf â jede Manipulation gefĂ€hrdet die Sicherheitsfunktionen des gesamten Systems.
Datenschutzskandale belasten das Vertrauen
Der Schritt kommt nicht ĂŒberraschend. Recherchen des SPIEGEL hatten die Problematik heimlicher Videoaufnahmen dokumentiert. Zudem erschĂŒtterte ein Skandal das Vertrauen: Ein KI-Dienstleister in Kenia hatte Zugriff auf intime Nutzeraufnahmen erhalten. Meta beendete die Zusammenarbeit.
Doch wĂ€hrend das Unternehmen nachbessert, sorgt die Zukunftsrichtung fĂŒr Diskussionen. Meta testet einen Prototyp namens âSuper Sensingâ â ohne Warnlicht, mit Dauer-Audio und automatischen Serienfotos.
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Die Daten sollen per KI durchsuchbar werden. Meta spricht von einem Metadaten-System statt Rohdaten. Juristen sehen jedoch erhebliche Probleme mit der Datenschutz-Grundverordnung.
Erste Verbote in den USA
Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. In New York verboten Gerichte die Nutzung von Kamerabrillen in GerichtssÀlen. Auch erste Kreuzfahrtgesellschaften schrÀnken die Verwendung an Bord ein.
Der Druck auf Meta wĂ€chst â das Update ist ein erster Schritt, die Kontrolle zurĂŒckzugewinnen. Ob es reicht, bleibt fraglich.
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