Mindestlohn, Euro

Mindestlohn: Auf 13,90 Euro ab Januar fĂŒr 6,6 Millionen

29.06.2026 - 12:32:00 | boerse-global.de

Der Stepstone-Gehaltsreport zeigt: ChefÀrzte verdienen rund 200.000 Euro, wÀhrend KI-Kompetenzen die Löhne in der IT-Branche nach oben treiben.

Stepstone-Report: ChefÀrzte und IT-Sicherheitsexperten mit Top-GehÀltern
Mindestlohn - Eine Gruppe erfolgreicher FachkrĂ€fte, darunter ein Arzt, ein IT-Sicherheitsexperte und ein Anwalt, in einem modernen BĂŒro. 29.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

900 Euro. Das zeigt der aktuelle Stepstone-Gehaltsreport. Besonders Mediziner, IT-Sicherheitsexperten und Rechtsberater kassieren deutlich mehr.

ChefÀrzte an der Spitze

Das oberste Prozent der BeschÀftigten verdient im Median 139.000 Euro. Wer zu den besten zehn Prozent gehört, kommt auf mindestens 87.000 Euro. Die Analyse deckt den Zeitraum von Januar 2022 bis November 2025 ab.

ChefĂ€rzte fĂŒhren die Gehaltsliste mit rund 200.000 Euro an. FachĂ€rzte fĂŒr Innere Medizin kommen auf 102.500 Euro. Außerhalb der Medizin liegen Chief Information Security Officers (CISO) with 117.250 Euro vorn, gefolgt von PatentanwĂ€lten (104.750 Euro) und WirtschaftsprĂŒfern (102.250 Euro).

Personalverantwortung bleibt ein entscheidender Faktor: FĂŒhrungskrĂ€fte mit mehr als 100 Mitarbeitern verdienen in fast einem Drittel der FĂ€lle ĂŒber 100.000 Euro.

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Geografisch liegen Hamburg, Hessen, Baden-WĂŒrttemberg und Bayern vorn. Branchenspitze sind Banken mit einem Median von 70.250 Euro, gefolgt von Luft- und Raumfahrt sowie Versicherungen.

KI verÀndert die Gehaltsstrukturen

Der technologische Wandel hinterlĂ€sst deutliche Spuren. Bei 76 Prozent der IT-Unternehmen fĂŒhren KI-Kompetenzen zu höheren GehĂ€ltern. Gleichzeitig sinken Einkommen in Berufen mit hohem Automatisierungspotenzial drastisch.

Übersetzer verdienen rund 30 Prozent weniger als vor dem KI-Boom. Bei allgemeinen Schreibarbeiten betrĂ€gt der RĂŒckgang bis zu 40 Prozent.

KI-Engineers kommen dagegen auf rund 77.800 Euro. Wer bei einem Jobwechsel KI-Expertise vorweisen kann, erzielt ein Lohnplus von durchschnittlich 17,3 Prozent. Der Median im gesamten IT-Sektor liegt bei 66.750 Euro.

RĂŒstung und Software: Zwei Wachstumsbranchen im Vergleich

Die RĂŒstungsindustrie gilt als Wachstumsbranche mit konkurrenzfĂ€higen GehĂ€ltern. Beim MĂŒnchner Konzern KNDS verdienen Abteilungsleiter ĂŒber 112.000 Euro, Projektmanager und Entwicklungsingenieure knapp unter 80.000 Euro. TarifvertrĂ€ge und hohe AuftragsbestĂ€nde sichern zusĂ€tzlich Weihnachts- und Urlaubsgeld.

In der Softwareentwicklung liegt das Durchschnittsgehalt bei 60.700 Euro. Berufseinsteiger starten mit rund 51.400 Euro, erfahrene Entwickler kommen nach zehn Jahren auf etwa 73.400 Euro. Softwarearchitekten steigen auf rund 83.700 Euro.

AuffĂ€llig: Die geschlechtsspezifische LĂŒcke bleibt bestehen. MĂ€nner verdienen im Schnitt 61.400 Euro, Frauen 58.000 Euro. Regional fĂŒhren MĂŒnchen und Stuttgart die Gehaltsliste an.

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Mindestlohn steigt – politische Reformen in Sicht

Am unteren Ende der Skala stehen Anpassungen bevor. Der gesetzliche Mindestlohn soll zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro steigen. FĂŒr 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant. Bis zu 6,6 Millionen BeschĂ€ftigte profitieren davon, besonders in Ostdeutschland und im Dienstleistungssektor.

Parallel dazu laufen politische Verhandlungen. FĂŒr Mittwoch ist ein Koalitionsausschuss angesetzt. Themen: Rente, Gesundheit und Steuern. Reformen zur Stabilisierung des Rentensystems und Anpassungen in der Gesundheitsversorgung sollen bis Mitte Juli stehen. Bundeskanzler Merz zeigte sich im Vorfeld zuversichtlich.

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