Finanzpaket, LĂ€nder

Finanzpaket: LĂ€nder hoffen auf schnelle Einigung im Bund

12.03.2025 - 12:04:49

MinisterprĂ€sidenten von Union, SPD und GrĂŒnen haben an die Beteiligten im Bund appelliert, sich auf das milliardenschwere Finanzierungspaket fĂŒr Verteidigung und Infrastruktur zu einigen.

"Deutschland muss handlungsfĂ€hig sein und dafĂŒr muss das Grundgesetz geĂ€ndert werden", sagte der sĂ€chsische Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) vor der MinisterprĂ€sidentenkonferenz in Berlin. "Und es bleibt bei dem Satz: Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet GrĂŒnde."

Sachsen fĂŒhrt derzeit den Vorsitz der MinisterprĂ€sidentenkonferenz. Die LĂ€nder stimmten sich erstmals seit der Bundestagswahl ĂŒber die Ergebnisse der Sondierung zwischen Union und SPD fĂŒr eine neue Bundesregierung und die geplante Änderung des Grundgesetzes fĂŒr eine zusĂ€tzliche Verschuldung in dreistelliger Milliardenhöhe ab.

"Zum Gelingen verdammt"

Der rheinland-pfĂ€lzische MinisterprĂ€sident Alexander Schweitzer (SPD) sagte, er sei sehr zuversichtlich, dass die GesprĂ€che von Union, SPD und GrĂŒnen ĂŒber die GrundgesetzĂ€nderungen zum Erfolg fĂŒhren könnten, "wenn sich alle bewegen und wenn auch miteinander in einer ordentlichen Tonlage spricht". Die Ausgangslage sei: "Diese Bundesregierung im Werden ist zum Gelingen verdammt und genau das muss jetzt auch in den nĂ€chsten Stunden und Tagen die GesprĂ€che prĂ€gen."

Der nordrhein-westfĂ€lische MinisterprĂ€sident Hendrik WĂŒst (CDU) verwies auf die Bedeutung der zusĂ€tzlichen Finanzmittel fĂŒr die LĂ€nder. Nötig sei ein "Aufbau West", da die Infrastruktur aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hinfĂ€llig werde.

Das erlebe man durch die schlechte Bahn, Straßen und öffentliche GebĂ€ude. "Insofern ist das absolut notwendig, dass wir auf allen staatlichen Ebenen einen großen Investitionsschub organisieren", sagte der CDU-Politiker. Es komme darauf an, auch mit den GrĂŒnen eine "Allianz der Mitte zu bilden und da auch von einer GesprĂ€chskultur her BrĂŒcken zu bauen".

Es wird hart verhandelt

Der baden-wĂŒrttembergische MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann (GrĂŒne) sagte, es werde hart verhandelt, das sei das Normalste auf der Welt. "Es geht nur nicht, dass man denkt, die GrĂŒnen stimmen jetzt auf Zuruf allem zu, das kann nun niemand erwarten", sagte Kretschmann. Man verhandele als völlig gleichberechtigter Partner. FĂŒr eine GrundgesetzĂ€nderung mit Zweidrittelmehrheit werden nach Lage der Dinge die Stimmen der GrĂŒnen im Bundestag gebraucht.

@ dpa.de