Argentiniens PrÀsident schwört Gouverneure auf Reformen ein
09.07.2024 - 16:43:26 | dpa.deDer Staatschef und 18 Gouverneure unterzeichneten das Dokument anlĂ€sslich des UnabhĂ€ngigkeitstags in San Miguel de TucumĂĄn im Nordwesten des Landes. Darin verpflichten sie sich unter anderem zu dem Schutz des Privateigentums, einem ausgeglichenen Haushalt, der Senkung staatlicher Ausgaben, Arbeitsmarktreformen und der Ăffnung Argentiniens fĂŒr den freien Welthandel.
Zuletzt war Milei mit mehreren Gouverneuren unter anderem wegen der Zuteilung von Bundesmitteln in Konflikt geraten. Dass die Teilnehmer trotz Differenzen den Pakt unterzeichnet haben, "um dem Ruf des argentinischen Volkes nach einem tiefgreifenden Richtungswechsel" zu folgen, sei nach Milei ein "Symbol einer Zeitenwende".
Der Staatschef will Argentinien grundlegend verĂ€ndern. Ende Juni stimmte der Kongress seinem umstrittenen Reformpaket zu, das unter anderem die Privatisierung mehrerer staatlicher Unternehmen, Steuererleichterungen fĂŒr GroĂinvestoren sowie Arbeitsmarkt- und Steuerreformen vorsieht. Zudem erhĂ€lt der PrĂ€sident weitreichende gesetzgeberische Kompetenzen und kann ein Jahr lang per Dekret am Kongress vorbei regieren.
Argentinien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Das einst reiche Land leidet unter einem aufgeblĂ€hten Staatsapparat, geringer ProduktivitĂ€t der Industrie und einer groĂen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Milei will die zweitgröĂte Volkswirtschaft SĂŒdamerikas nun mit einem radikalen Sparprogramm wieder auf Kurs bringen. Die Regierung strich bereits Tausende Stellen im öffentlichen Dienst, kĂŒrzte Subventionen und wickelte Sozialprogramme ab.
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