Bierabsatz in Deutschland fÀllt auf Rekordtief
02.02.2026 - 08:30:04Die deutschen Brauereien haben im vergangenen Jahr noch einmal deutlich weniger Bier abgesetzt als in den Jahren zuvor. Die Menge ging um den Rekordwert von 6,0 Prozent auf rund 7,8 Milliarden Liter zurĂŒck, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war die kleinste Menge seit EinfĂŒhrung der Statistik im Jahr 1993. Selbst in den Corona-Jahren 2020 und 2021 setzten die Betriebe noch deutlich mehr Bier ab.Â
In der Steuerstatistik sind alkoholfreie Biere und Malztrunk nicht enthalten. Auch werden Importe aus Nicht-EU-Staaten nicht berĂŒcksichtigt.Â
Schlechtes Konsumklima
Der Bierabsatz in Deutschland ist seit Jahren rĂŒcklĂ€ufig. GrĂŒnde sind ein gesĂŒnderer Lebensstil ohne Alkohol, geĂ€nderte Trinkgewohnheiten und allgemein die Alterung der Gesellschaft.Â
Der Deutsche Brauerbund (DBB) beklagt zudem aktuell das schlechte Konsumklima. «Die Brauereien bekommen Ă€hnlich wie Handel und GaststĂ€tten die massive KonsumzurĂŒckhaltung der Verbraucher zu spĂŒren», sagte DBB-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Holger Eichele. Die Situation der Gastronomie sei weiterhin besorgniserregend, viele Betriebe hĂ€tten sich seit der Pandemie nicht erholt.Â
Steuerfreies Bier fĂ€llt noch stĂ€rkerÂ
Der Löwenanteil von 82,5 Prozent des Bieres wurde im Inland verkauft. Hier betrug der mengenmĂ€Ăige RĂŒckgang 5,8 Prozent. Die restlichen 17,5 Prozent wurden nicht versteuert, weil sie in den Export gegangen sind oder als sogenannter Haustrunk an die BeschĂ€ftigten der Brauereien gegeben wurden. In diesem Bereich ging die Menge im Vergleich zum Vorjahr rund 7,0 Prozent zurĂŒck.


