Stimmungsumschwung: EuropÀische Private Equity-Branche erwartet 2024 deutlich mehr M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligung
20.03.2024 - 08:52:34"Hinter dem deutlichen Stimmungswandel in der Branche stehen verschiedene Faktoren", sagt Christof Huth, Partner bei Roland Berger. "Wie in unserem letztjĂ€hrigen PE Outlook erwartet, gab es 2023 tatsĂ€chlich einen deutlichen RĂŒckgang des PE-Transaktionsvolumens um 24 Prozent gegenĂŒber 2022 - wegen steigender Inflation, höherer Zinsen und anderer makroökonomischer Faktoren. 2024 sehen die Rahmenbedingungen dagegen vielversprechender aus, mit stabilen oder potenziell sinkenden ZinssĂ€tzen sowie einer Erholung in den meisten wichtigen europĂ€ischen Volkswirtschaften. Zudem dĂŒrften 2024 viele verschobene Deals nachgeholt werden." So erwarten 90 Prozent der Befragten, dass die 2024 verfĂŒgbaren Investitionsziele mindestens genauso attraktiv oder attraktiver sein werden als im Vorjahr - 2023 sahen dies nur 72 Prozent so.
FĂŒr PE-Firmen besonders interessant sind Branchen mit guten Wachstumserwartungen, einer ausgeprĂ€gten Krisenresilienz und Skalierbarkeit. Dementsprechend erwarten die PE-Experten fĂŒr 2024 die meisten PE-Deals in den Branchen Technologie, Software und digitale Lösungen (73%) sowie Pharma und Gesundheitswesen (69%): Im ersten Bereich stehen Software-as-a-Service (SaaS) und Lösungen fĂŒr die digitale Transformation wie Datenanalyse, Hyperautomatisierung und kĂŒnstliche Intelligenz im Fokus. In der Pharma- und Gesundheitsbranche geht es primĂ€r um die Erweiterung des Produktportfolios und die StĂ€rkung der Lieferkette.
Kapitalbeschaffung, allgemeine Wirtschaftslage und Bewertungen als wichtigste Faktoren
Die Experten erwarten vor allem in den Segmenten Small- und Mid-Cap (Deals unter 100 Millionen Euro bzw. 100 bis 499 Millionen Euro) eine zunehmende Zahl von PE-Transaktionen. Hintergrund ist, dass fĂŒr diese Deals weniger Fremdfinanzierungsmittel benötigt werden. Deren VerfĂŒgbarkeit nennen zwar immer noch 81 Prozent der Befragten (2023: 91%) als wichtigsten Faktor fĂŒr die PE-Branche, allerdings sehen sie die Lage entspannter: Eine intensive Wettbewerbssituation bei der Mittelbeschaffung erwarten nur noch 54 Prozent, deutlich weniger als 2023 (78%). Weitere kritische Faktoren sind in diesem Jahr die allgemeine Wirtschaftslage (81%) sowie die Bewertung der M&A-Ziele (80%).
Auf die Frage nach dem Fokus ihrer AktivitĂ€ten im Jahr 2024 und den kommenden fĂŒnf Jahren nennen deutlich mehr Befragte als im Vorjahr (41% vs. 16%) die Weiterentwicklung ihrer Portfoliounternehmen als PrioritĂ€t. "Am meisten versprechen sich die Befragten dabei von der Integration von KĂŒnstlicher Intelligenz in die GeschĂ€ftsprozesse", sagt Huth. "Das bringt nicht nur Wertsteigerung, sondern auch Vorteile bei der Due-Diligence-PrĂŒfung. Daneben stehen aber auch Digitalisierung im Allgemeinen sowie die Optimierung im Bereich der Nachhaltigkeitskriterien weit oben auf der Agenda."
Die vollstÀndige Studie können Sie hier herunterladen: https://ots.de/eu41d7
Ăber Roland Berger
Roland Berger ist eine weltweit fĂŒhrende Strategieberatung mit einem breiten Leistungsangebot fĂŒr alle relevanten Branchen und Unternehmensfunktionen. Roland Berger wurde 1967 gegrĂŒndet und hat seinen Hauptsitz in MĂŒnchen. Die Strategieberatung ist vor allem fĂŒr ihre Expertise in den Bereichen Transformation, industrieĂŒbergreifende Innovation und Performance-Steigerung bekannt und hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit in all ihren Projekten zu verankern. Im Jahr 2022 verzeichnete Roland Berger einen Umsatz von rund 870 Millionen Euro.
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