MVV Industriepark Gersthofen: 500 Beteiligte trainieren Flugzeug-Katastrophe
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 08:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deIm MVV Industriepark Gersthofen haben rund 500 Einsatzkräfte, Helfer, Statisten und Beobachter ein komplexes Notfallszenario trainiert. Im Zentrum der gemeinsamen Großübung des Landratsamtes Augsburg und der MVV Industriepark Gersthofen GmbH stand die Bewältigung einer Schadenslage nach einer simulierten Flugzeugkollision. Die praktische Erprobung diente der Überprüfung von Alarmketten und Einsatzkonzepten für Industriestandorte mit besonderen Gefahrenpotenzialen.
Komplexes Schadensszenario über dem Werksgelände
Das vom Landratsamt Augsburg ausgearbeitete Szenario sah die Kollision zweier Passagierflugzeuge über dem Industriepark vor. In der Folge stürzte eine Maschine auf das Gelände. Die Übungsannahme umfasste einen Brand im Wasserwerk, austretende Gefahrstoffe an insgesamt vier Einsatzstellen sowie Beschädigungen an einer Rohrbrücke und einem Waggon.
Die Übung dauerte knapp vier Stunden. Die Einsatzleitung lag bei der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Augsburg. Parallel koordinierte ein Stab von rund 40 Personen die übergeordnete Gesamtlage. Im Zuge der behördlichen Abläufe wurde zudem das Bürgertelefon aktiviert, um das Aufkommen von Informationsanfragen aus der Bevölkerung unter realistischen Bedingungen abzuarbeiten.
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Behördenübergreifendes Zusammenspiel der Hilfskräfte
An den Maßnahmen auf dem Werksgelände waren zahlreiche Organisationen beteiligt. Neben der IGS-Werkfeuerwehr kamen mehrere Freiwillige Feuerwehren zum Einsatz, darunter Einheiten aus Gersthofen, Neusäß, Stadtbergen und Batzenhofen. Unterstützung leisteten zudem das Technische Hilfswerk Schwabmünchen, das Bayerische Rote Kreuz, die Polizei sowie die Bundeswehr.
Landrat Martin Sailer hob die Bedeutung des direkten Zusammenwirkens der beteiligten Organisationen hervor. Werkfeuerwehrleiter Andreas Schnepp wies darauf hin, dass die tatsächlichen Auswirkungen eines realen Brandereignisses maßgeblich von den jeweils beteiligten Stoffen abhängen.
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Großangelegte Übungen dieser Art ermöglichen es den Einsatzkräften, Schnittstellen zwischen betrieblicher Gefahrenabwehr und externem Katastrophenschutz im Detail abzugleichen.
