Kreml redet mögliche neue US-MilitĂ€rhilfen fĂŒr Ukraine klein
18.04.2024 - 13:44:28"Das ist nicht dazu angetan, die Entwicklung an der Front zu beeinflussen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau. Es sei fĂŒr alle sichtbar, dass die Situation fĂŒr die Ukraine ungĂŒnstig sei, sagte er russischen Nachrichtenagenturen zufolge.
Nach einer monatelangen Blockade wegen interner MachtkĂ€mpfe der Republikaner soll das US-ReprĂ€sentantenhaus am Samstag ĂŒber ein Hilfspaket fĂŒr die Ukraine von 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro) abstimmen. Der zeitweilige Ausfall der USA als wichtigstem UnterstĂŒtzer hat die Verteidigung der Ukraine gegen die russische Invasion geschwĂ€cht, weil ihr Waffen und Munition fehlen.
AbfĂ€llig kommentierte Peskow die vom republikanischen Parlamentsvorsitzenden Mike Johnson formulierten Grundprinzipien des Hilfspakets. Ein GroĂteil des Geldes flieĂe in die US-RĂŒstungsindustrie, "denn die Amerikaner vergessen sich nicht", sagte der Sprecher von PrĂ€sident Wladimir Putin. Zudem solle ein Teil der Hilfe nur noch auf Kredit gewĂ€hrt werden. Die Ukraine werde gezwungen, "bis zum letzten Ukrainer zu kĂ€mpfen", und dafĂŒr verschulde sie sich auch noch. "Das ist die bevorzugte Kolonialpolitik der USA", sagte Peskow.
Nach den Erfahrungen aus mehr als zwei Jahren des russischen Angriffskrieges haben neue Waffen aus den USA und anderen westlichen LĂ€ndern durchaus die Lage zugunsten der Ukraine verĂ€ndert, zum Beispiel der Einsatz von Himars-Raketenartillerie im Sommer 2022. Der republikanische Vorschlag sieht vor, der Ukraine ATACMS-Artillerieraketen in einer Variante mit gröĂerer Reichweite zu liefern. Damit hat die US-Regierung von PrĂ€sident Joe Biden bislang gezögert.

