Lukaschenko, FluchtplÀne

Lukaschenko deutet FluchtplÀne von Moskau-AttentÀtern nach Belarus an

26.03.2024 - 17:14:40

Nach dem Anschlag auf eine Konzerthalle bei Moskau vor einigen Tagen wollten die AttentÀter laut Aussage des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko möglicherweise in sein Land fliehen.

Als nach dem Angriff auf die Crocus City Hall am vergangenen Freitag bekannt wurde, dass die TĂ€ter mit einem Auto in das an Belarus grenzende russische Gebiet Brjansk fuhren, seien auch auf Seite des Nachbarlandes Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, sagte Lukaschenko laut staatlicher Nachrichtenagentur Belta am Dienstag.

Der autoritĂ€re Langzeitherrscher der mit Russland verbĂŒndeten Ex-Sowjetrepublik fĂŒhrte demnach weiter aus: "Sie (die Terroristen) konnten deshalb nicht nach Belarus gelangen. Das haben sie gesehen. Deshalb sind sie umgekehrt und in Richtung ukrainisch-russische Grenze gefahren." Brjansk grenzt neben Belarus auch an die Ukraine, gegen die Russland seit mehr als zwei Jahren einen Angriffskrieg fĂŒhrt. Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin behauptet dagegen seit Tagen, die MĂ€nner hĂ€tten in die Ukraine fliehen wollen und seien dort erwartet worden.

Kurz nach dem Anschlag bei Moskau, bei dem mindestens 139 Menschen getötet wurden, sagte Putin am Samstag in einer Ansprache, die AttentĂ€ter hĂ€tten sich in die Ukraine absetzen wollen, wo bereits im Vorfeld ein "Fenster" fĂŒr ihre Flucht vorbereitet worden sei. Die ukrainische FĂŒhrung wies das zurĂŒck. Obwohl sich zu dem Angriff bereits mehrfach die Terrormiliz Islamischer Staat bekannt hat und Experten die Bekennerschreiben auch als glaubwĂŒrdig einstufen, beharren russische Vertreter auf einer angeblichen ukrainischen Verwicklung. Beweise dafĂŒr legten sie nicht vor.

@ dpa.de