ROUNDUP, Iran

Iran und USA wollen AtomgesprÀche fortsetzen

12.04.2025 - 21:05:02 | dpa.de

Nach dem Auftakt ihrer AtomgesprÀche wollen der Iran und die USA den Dialog in der kommenden Woche fortsetzen.

Beide Seiten einigten sich im Oman darauf, die Verhandlungen am kommenden Samstag weiterzufĂŒhren, wie Irans Außenminister Abbas Araghtschi dem Staatsfernsehen sagte. Das Weiße Haus nannte ebenfalls diesen Termin fĂŒr weitere GesprĂ€che.

In einer ersten Reaktion sprach das iranische Ministerium von einer konstruktiven AtmosphĂ€re auf Basis gegenseitigen Respekts. Ähnlich hieß es vom Weißen Haus, die GesprĂ€che seien "sehr positiv und konstruktiv" verlaufen. US-PrĂ€sident Donald Trump wolle die Differenzen zwischen den beiden LĂ€ndern "wenn möglich durch Dialog und Diplomatie lösen" - mit dieser Anweisung habe er den US-Sondergesandten fĂŒr den Nahen Osten, Steve Witkoff, in den Oman geschickt.

Kurzes direktes GesprÀch

Araghtschi und Witkoff fĂŒhrten zum Abschluss am Samstag noch ein kurzes direktes GesprĂ€ch im Beisein des omanischen Außenministers Badr al-Busaidi, wie das Ministerium mitteilte. Zuvor hatten beide Seiten in zwei getrennten SĂ€len konferiert, wobei Oman als Vermittler agierte und die Botschaften zwischen den Delegationen ĂŒbermittelte. Rund zweieinhalb Stunden dauerten die GesprĂ€che.

Außenminister Araghtschi, der die iranische Delegation anfĂŒhrte, war bereits zwischen 2013 und 2015 als stellvertretender Leiter der iranischen Delegation an den damaligen Atomverhandlungen beteiligt.

Vermittler Oman spricht von "freundlicher AtmosphÀre"

Omans Außenminister al-Busaidi sprach auf der Plattform X ebenfalls von einer "freundlichen AtmosphĂ€re". Ziel des Vermittlers sei, unterschiedliche Standpunkte zu ĂŒberbrĂŒcken und Frieden, Sicherheit und StabilitĂ€t in der Region zu fördern. Man werde weiterhin zusammenarbeiten und weitere Anstrengungen unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen, hieß es.

Trump hatte dem Iran im vergangenen Monat direkte Verhandlungen ĂŒber ein neues Atomabkommen angeboten - und zugleich mit militĂ€rischen Konsequenzen gedroht, falls Teheran einer Begrenzung seines umstrittenen Atomprogramms nicht zustimmen sollte. Nach tagelangen Beratungen willigte Teheran schließlich ein - vor allem, um ein Ende der vorwiegend von den USA verhĂ€ngten Sanktionen zu erreichen. Diese gelten als ein wichtiger Grund fĂŒr die derzeit desolate Wirtschaftslage des Iran.

Regierungen im Westen befĂŒrchten den Bau einer Atombombe durch den Iran. Teheran betont dagegen, sein Atomprogramm ausschließlich fĂŒr zivile Zwecke zu nutzen, reichert Uran aber stĂ€rker an, als fĂŒr eine zivile Nutzung erforderlich.

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