Nach DeSantis-RĂŒckzug: Trump mottet Spitznamen ein
22.01.2024 - 11:32:44Den abschĂ€tzigen Spitznamen "Ron DeSanctimonious" werde er kĂŒnftig nicht mehr verwenden, sagte Trump nach Angaben von US-Medien am Sonntag (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Manchester im Bundesstaat New Hampshire. "Sanctimonious" heiĂt auf Deutsch scheinheilig. "Dieser Name hat nun offiziell ausgedient", wurde Trump zitiert.
Trump ist bekannt dafĂŒr, sich fĂŒr politische Gegner abschĂ€tzige Spitznamen auszudenken, zum Beispiel "Sleepy Joe" (verschlafener Joe) fĂŒr US-PrĂ€sident Joe Biden oder "Crooked Hillary" (verlogene Hillary) fĂŒr seine demokratische Gegenkandidatin 2016, Hillary Clinton.
Am Sonntag gab Floridas ultrakonservativer Gouverneur ĂŒberraschend seinen RĂŒckzug aus dem innerparteilichen Rennen um die Kandidatur fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl bekannt und sagte dem Favoriten Trump seine UnterstĂŒtzung zu. Damit kommt es bei der am Dienstag anstehenden Vorwahl in New Hampshire zu einem Duell zwischen dem ehemaligen PrĂ€sidenten und seiner letzten verbliebenen Konkurrentin Nikki Haley, der Ex-Gouverneurin von South Carolina.
Auch gegen Hayley hatte Trump zuletzt die Tonart seiner Verbalattacken verschĂ€rft und die Tochter indischer Einwanderer unter anderem "Nimbra" genannt - in Anspielung auf ihren Geburtsnamen Nimarata Nikki Randhawa. Ihm wird vorgeworfen, damit gezielt rassistische Ressentiments zu schĂŒren.
Wer Kandidat der Republikaner werden möchte, muss sich zuerst in parteiinternen Abstimmungen in den einzelnen Bundesstaaten durchsetzen. Derzeit deutet alles darauf hin, dass es bei der PrÀsidentenwahl im November zu einer Neuauflage des Wahlkampfs zwischen Trump und dem demokratischen Amtsinhaber Biden kommt.

