Deutschland, Automobilindustrie

Autoaktien brechen nach Gewinnwarnung bei Porsche und VW ein

22.09.2025 - 11:40:54 | dpa.de

Nach den Nachrichten über neue Milliardenbelastungen geht es für Autoaktien an der Börse bergab. VW und die Konzernholding Porsche SE verlieren rund sieben Prozent. Aber auch andere Titel trifft es.

  • VW-Papiere sinken nach neuen Milliardenbelastungen im Konzern stark - Foto: Swen Pförtner/dpa
    VW-Papiere sinken nach neuen Milliardenbelastungen im Konzern stark - Foto: Swen Pförtner/dpa
  • Porsche vollzieht einen Strategieschwenk - an der Börse geht es bergab - Foto: Marijan Murat/dpa
    Porsche vollzieht einen Strategieschwenk - an der Börse geht es bergab - Foto: Marijan Murat/dpa
VW-Papiere sinken nach neuen Milliardenbelastungen im Konzern stark - Foto: Swen Pförtner/dpa Porsche vollzieht einen Strategieschwenk - an der Börse geht es bergab - Foto: Marijan Murat/dpa

Nach den Gewinnwarnungen des Volkswagen-Konzerns und seiner Sportwagen-Tochter Porsche AG geben Autoaktien kräftig nach. Die Papiere der Konzernholding Porsche SE brachen am Montagvormittag als schwächster Dax-Wert um 7,3 Prozent auf 32,59 Euro ein und die VW-Vorzugsaktien verloren 7,0 Prozent auf 90,50 Euro. 

Die Aktie der VW-Tochter Porsche AG fiel um 7,3 Prozent auf 40,50 Euro. Sie litt auch darunter, dass sie wegen ihrer zuletzt schwachen Kursentwicklung seit diesem Montag nicht mehr im Leitindex Dax enthalten, sondern in den Mittelwerteindex MDax abgestiegen ist.

Porsche rechnet mit Milliardenbelastungen

Auslöser der Talfahrt war die Nachricht vom Freitagabend nach Börsenschluss, dass die Porsche AG wegen strategischer Umplanungen von neuen, milliardenschweren Belastungen in diesem Jahr ausgeht und daher mit noch weniger Gewinn rechnet. Auch der Mutterkonzern Volkswagen und die Dachgesellschaft Porsche SE der Familieneigentümer Porsche und Piech wurden wegen der Milliardenlasten vorsichtiger und kappten ihre Ergebniserwartungen.

Die Porsche AG entschied unter anderem, dass die Verbrenner-Modelle länger im Programm bleiben. Am Markt hieß es, es werde eine teure Strategie korrigiert, die die Gewinnmargen des Luxusautobauers geschwächt und auch Volkswagen belastet habe. Für diese Umplanungen fallen in diesem Jahr erhebliche weitere Sonderlasten von rund 1,8 Milliarden Euro an.

Händler sehen Rückschlag für deutsche Autoindustrie

Die Nachrichten von VW und Porsche zogen auch andere Autobauer deutlich ins Minus. Aktien von Mercedes-Benz sanken um 2,8 Prozent, BMW gaben um 2,2 Prozent nach. Für die Titel von Stellantis und Renault ging es um 3,1 beziehungsweise 0,5 Prozent nach unten. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts büßte 2,4 Prozent ein.

Laut einem Händler war die Entscheidung unausweichlich, andere sprachen von einem herben Rückschlag für die ganze deutsche Autoindustrie. Bernstein-Analyst Stephen Reitman sprach davon, dass die Anleger und auch Volkswagen spürbar frustriert über die Versuche der Porsche AG seien, ihre Probleme in den Griff zu bekommen.

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