Auch DĂ€nemark stellt Nord-Stream-Ermittlungen ein
26.02.2024 - 11:00:25Es bestĂŒnden keine ausreichenden GrĂŒnde dafĂŒr, ein Strafverfahren in DĂ€nemark zu den Explosionen an den Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 zu verfolgen, teilte die Kopenhagener Polizei am Montag mit. Daher habe man beschlossen, die gemeinsamen Ermittlungen mit dem dĂ€nischen Geheimdienst PET abzuschlieĂen. Damit folgten die dĂ€nischen Ermittler dem Weg ihrer schwedischen Kollegen, die ihr Ermittlungsverfahren in der Angelegenheit vor knapp drei Wochen ebenfalls eingestellt hatten.
Am 26. September 2022 waren mehrere Explosionen in der NĂ€he der dĂ€nischen Ostsee-Insel Bornholm registriert und wenig spĂ€ter vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen von Nord Stream 1 und 2 entdeckt worden. Alle Lecks traten in internationalen GewĂ€ssern auf, jeweils zwei in den AusschlieĂlichen Wirtschaftszonen von Schweden und DĂ€nemark. In den beiden skandinavischen LĂ€ndern wurden daraufhin ebenso Ermittlungen aufgenommen wie in Deutschland.
Der zustĂ€ndige schwedische Staatsanwalt Mats Ljungqvist hatte bereits im November 2022 festgestellt, dass die Lecks auf schwere Sabotage zurĂŒckzufĂŒhren seien. Auch die Kopenhagener Polizei erklĂ€rte am Montag, dass die Behörden bei den komplexen wie umfassenden Ermittlungen zu dem Schluss gekommen seien, dass es sich um vorsĂ€tzliche Sabotage der Pipelines gehandelt habe. Dennoch sehe man keine ausreichenden GrĂŒnde fĂŒr ein Strafverfahren in DĂ€nemark.
Wer fĂŒr die Nord-Stream-Sabotage verantwortlich ist, ist bis heute nicht geklĂ€rt.

