ROUNDUP, Hinweise

Hinweise auf möglichen Ukraine-Gipfel in Budapest

20.08.2025 - 06:35:03 | dpa.de

Nach der AnkĂŒndigung neuer Ukraine-GesprĂ€che verdichten sich die Hinweise auf ein Treffen der PrĂ€sidenten der Ukraine und Russlands mit Donald Trump in Budapest.

Der Secret Service, der fĂŒr die Sicherheit des US-PrĂ€sidenten zustĂ€ndig ist, treffe bereits Vorkehrungen dafĂŒr, berichtete die Website "Politico". Die ungarische Hauptstadt sei bei einem GesprĂ€ch Trumps mit MinisterprĂ€sident Viktor Orban vorgeschlagen worden, schrieb der Finanzdienst Bloomberg.

Das Dreiertreffen ist nach bisherigen Angaben im Anschluss an eine Begegnung des ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Kremlchef Wladimir Putin geplant. Trump sagte in einem Radio-Interview, er habe "sehr erfolgreiche" Begegnungen mit beiden gehabt - "und nun dachte ich, es wÀre besser, wenn sie sich ohne mich treffen". Er wolle sehen, wie das GesprÀch verlaufe.

Trotz der AnkĂŒndigung am Montag, dass die beiden Treffen vorbereitet werden, gibt es noch viele offene Fragen - darunter auch, ob der Kreml ĂŒberhaupt dazu bereit ist. Das Weiße Haus bekrĂ€ftigte, dass Putin einem Gipfel mit Selenskyj zugestimmt habe, aus Moskau gab es aber immer noch keine eindeutigen Worte dazu.

Trump schließt US-Soldaten fĂŒr Friedenstruppe aus

Weiterhin unklar ist auch, wie konkret die Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine aussehen könnten. Klar ist allerdings inzwischen, dass es keine US-Soldaten in einer möglichen Friedenstruppe geben wird. Trump schloss das kategorisch aus. Allerdings könnten die USA UnterstĂŒtzung in der Luft leisten, sagte Trump dem TV-Sender Fox News. Er habe dies als "Option und Möglichkeit" gemeint, stellte spĂ€ter die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, klar.

Das Weiße Haus bestĂ€tigte dem TV-Sender Fox News unterdessen, dass US-Generalstabschef Dan Caine noch diese Woche Besuch von seinen Kollegen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland und Italien bekommen werde. Dabei solle ĂŒber Sicherheitsgarantien und ihre Umsetzung gesprochen werden.

Weißes Haus: Putin hat Treffen versprochen

Auf Nachhaken von Reportern, ob Putin ein direktes Treffen in den kommenden Wochen "versprochen" habe, sagte Leavitt: "Das hat er." Moskau hielt sich dazu bisher zurĂŒck. Man sei prinzipiell fĂŒr jedes GesprĂ€chsformat offen, sagte Außenminister Sergej Lawrow im Staatsfernsehen. "Aber alle Kontakte unter Beteiligung der Staatschefs mĂŒssen Ă€ußerst sorgfĂ€ltig vorbereitet werden", fĂŒgte er hinzu. Schon zuvor hatte Russland mit diesem Argument Forderungen Selenskyjs nach einem schnellen Treffen mit Putin zurĂŒckgewiesen.

Weißes Haus sagt nichts zum Ort

Auf Fragen zu einem möglichen Ort fĂŒr ein Treffen von Selenskyj und Putin sagte Leavitt lediglich, sie wolle nicht darĂŒber spekulieren. Budapest wollte sie weder bestĂ€tigen noch dementieren. Putin soll im GesprĂ€ch mit Trump Moskau vorgeschlagen haben - dazu wollte sich die Sprecherin mit Verweis auf die Vertraulichkeit der Unterhaltungen nicht Ă€ußern. Gegen Putin gibt es einen Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen des Vorwurfs von Kriegsverbrechen, was die Suche nach einem Ort erschwert.

Finanzminister Scott Bessent sagte in einem TV-Interview auf die Frage nach Budapest als Ort fĂŒr den Dreier-Gipfel: "Könnte sein. ZunĂ€chst mĂŒssen wir aber durch das bilaterale Treffen kommen." Mit der Nachfrage, um welches der beiden Treffen es gehe, erweckte er zugleich den Eindruck, dass sie an unterschiedlichen Orten stattfinden könnten.

MilitÀrexperte: viele europÀische Soldaten notwendig

Angesprochen auf die ablehnende Haltung Russlands zu Friedenstruppen aus Nato-LĂ€ndern sagte Leavitt, Trump spreche darĂŒber mit Putin und Selenskyj. Der US-PrĂ€sident hatte zuvor gesagt, Deutschland, Frankreich und Großbritannien seien bereit, zur Absicherung eines möglichen Friedens Soldaten in die Ukraine zu schicken.

Nach EinschĂ€tzung des frĂŒheren Befehlshabers der US-StreitkrĂ€fte in Europa wĂ€ren Tausende europĂ€ische Soldaten fĂŒr einen wirksamen Schutz der Ukraine nötig. Die EuropĂ€er mĂŒssten gemeinsam mit den USA Sicherheitsgarantien schaffen, die echten Druck auf Moskau ausĂŒbten, sagte Ben Hodges dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Ohne die Entsendung vieler Tausend europĂ€ischer Soldaten, vor Ort mit einem klaren Auftrag, strengen Einsatzregeln und echten FĂ€higkeiten, die Russland respektiert, bleiben solche Garantien eine leere HĂŒlse", warnte er.

Trump: "Ich will in den Himmel kommen"

Der US-PrĂ€sident sprach unterdessen von einer religiösen Motivation fĂŒr BemĂŒhungen um eine Friedenslösung: "Ich will versuchen, in den Himmel zu kommen, wenn das möglich ist", sagte er dem TV-Sender Fox News. "Ich denke, der PrĂ€sident meinte das ernst. Ich denke, der PrĂ€sident will in den Himmel kommen", sagte Leavitt dazu im Weißen Haus.

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