Finnische Behörde will verdÀchtigen Tanker inspizieren
30.12.2024 - 18:20:58Nach der BeschĂ€digung eines Stromkabels auf dem Grund der Ostsee will die finnische Behörde fĂŒr Verkehr und Kommunikation den Ăltanker"Eagle S" inspizieren, der mit dem Vorfall in Verbindung gebracht wird.
Das meldete die finnische Nachrichtenagentur STT unter Berufung auf die Behörde Traficom. Bei der sogenannten Hafenstaatkontrolle geht es darum, ob internationale Vorschriften zum Betrieb eingehalten werden. Im Zweifel kann das Schiff so lange festgehalten werden, bis etwaige MĂ€ngel behoben sind. Die Inspektion werde durchgefĂŒhrt, sobald die polizeilichen Ermittlungen es erlauben, so der Bericht.
Die "Eagle S" gehört laut EU zur russischen Schattenflotte. Gemeint sind damit Tanker und andere Frachtschiffe, die Russland benutzt, um Sanktionen infolge der Invasion in die Ukraine zu umgehen, etwa beim Ăltransport.
Finnische Behörden vermuten Sabotage
Derzeit liegt die "Eagle S" östlich von Helsinki vor Anker. Am ersten Weihnachtsfeiertag war das Stromkabel Estlink 2 zwischen Finnland und Estland beschĂ€digt worden. Die finnischen Behörden vermuten Sabotage und setzten den unter der Flagge der Cookinseln fahrenden Ăltanker fest.
Die Besatzung, die nun verhört wird, steht im Verdacht, den Schaden mit einem Anker verursacht zu haben. Polizei und KĂŒstenwache in Finnland leiteten entsprechende Ermittlungen ein. Am Meeresboden wurden entsprechende Schleifspuren entdeckt. Ăber Weihnachten wurden zudem Störungen an Kommunikationskabeln in der Ostsee bekannt.
Wie die Zeitung "Helsingin Sanomat" berichtete, beauftragte die Betreiberfirma des Tankers einen finnischen Anwalt damit, die Freigabe des Schiffes vor Gericht zu beantragen.

