Experten, Immobilien-Insolvenzen

Experten fĂŒrchten weitere Immobilien-Insolvenzen

26.01.2024 - 01:25:01

Nach der Entscheidung der EuropÀischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen unverÀndert zu belassen, hat der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), vor den Folgen gewarnt.

Allen Beteiligten mĂŒsse klar sein, dass langanhaltend hohe Zinsen die Immobilienbranche unter enormen Druck setzten, sagte ZIA-PrĂ€sident Andreas Mattner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). "Die dringend benötigten Wohnungen können aufgrund des aktuellen Zinsniveaus nicht rentabel finanziert werden. Viele Projektentwickler mussten aus diesem Grund schon Insolvenz anmelden, weitere werden folgen", warnte Mattner. Gleichzeitig forderte er die Bundesregierung auf, mehr staatliche Hilfen aufzulegen.

Beim Wohnungsbau brauche es jetzt den Turbo. "Wir haben uns sehr gefreut, dass die Koalition in diesem Jahr eine Milliarde Euro fĂŒr ein Programm zur Zinsverbilligung bereitstellen will und fĂŒr nĂ€chstes Jahr eine weitere Milliarde in Aussicht gestellt hat. Nur: Es braucht mehr", sagte ZIA-PrĂ€sident Mattner. Berechnungen des Verbands zufolge seien fĂŒr 100.000 zusĂ€tzliche Wohnungen drei Milliarden Euro extra nötig. Der ZIA forderte dafĂŒr ein "starkes" KfW-Programm. Diese Investition lohne sich auch fĂŒr den Staat, so Mattner: "Denn sie zahlt sich ĂŒber Steuereinnahmen und nicht erforderliche Sozialleistungen mehr als aus." Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstagnachmittag die Leitzinsen fĂŒr den Euroraum zum dritten Mal in Folge unverĂ€ndert gelassen.

@ dts-nachrichtenagentur.de