SAC, Industrie

Kretschmer mahnt Bundesregierung zu aktiver Standortpolitik

09.08.2023 - 16:14:32

Nach der erfolgreichen Ansiedlung einer Chipfabrik des taiwanesischen Halbleiterherstellers TMSC in Dresden fordert der sÀchsische MinisterprÀsident Michael Kretschmer (CDU) die Bundesregierung zu einer aktiven Standortpolitik auf.

"Einfach nur Technologien von auslÀndischen Unternehmen einzukaufen, reicht nicht: Die Bundesregierung muss in den Standort selbst investieren", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Dazu gehörten Investitionen in Hochschulen und in die Ausbildung.

Es reiche nicht, wie Bundeswirtschaftsminister Habeck (GrĂŒne) die Verantwortung fĂŒr FachkrĂ€fte den Unternehmen zu ĂŒberlassen. "Wir können die Unternehmen mit dieser Aufgabe nicht allein lassen. Wer erfolgreich Unternehmen ansiedeln will, der muss krĂ€ftig in Know-how investieren." Kretschmer fordert ein grundlegend neues Energiekonzept fĂŒr Deutschland, ein mit den LĂ€ndern abgestimmtes FachkrĂ€ftezuwanderungsgesetz und ein industriepolitisches Konzept wie in den USA. "Technologieoffen sollte es Anreize wie Steuergutschriften geben", sagte der MinisterprĂ€sident. "DarĂŒber hinaus ist so viel Freiheit wie möglich nötig - alle Regeln sollten fĂŒr die nĂ€chsten fĂŒnf, besser zehn Jahre auf das europĂ€ische Minimum reduziert werden." Das gelte beim Bau von GebĂ€uden, bei der Genehmigung von Industrieanlagen, im Umweltrecht, in der Landwirtschaft bis hin zum Datenschutz und zu den Arbeitszeitregeln. "Der europĂ€ische Binnenmarkt ist doch dafĂŒr da, dass ĂŒberall gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen gelten. Das wĂ€re ein starker, politischer Ansatz."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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