Handwerk, Heizungsgesetz

Handwerk und Industrie verlangen klareres Heizungsgesetz

13.03.2025 - 12:57:53

Nach einem herben Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr erwartet das Handwerk fĂŒr SanitĂ€r, Heizung und Klima politische UnterstĂŒtzung von der kommenden Bundesregierung.

Vor allem mĂŒsse das umstrittene GebĂ€udeenergiegesetz (GEG) schnell angepasst werden, um es praxistauglicher und verstĂ€ndlicher zu machen, sagt der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zentralverbands, Helmut Brahmann, im Vorfeld der GebĂ€udetechnik-Messe ISH (17.-21. MĂ€rz) in Frankfurt. Modernisierungen mĂŒssten verlĂ€sslich und nachtrĂ€glich gefördert werden.

Die fĂŒr die Klimawende wichtige Handwerksparte mit gut 48.000 Betrieben und mehr als 388.000 BeschĂ€ftigten hat im vergangenen Jahr erstmals seit ĂŒber einem Jahrzehnt einen UmsatzrĂŒckgang hinnehmen mĂŒssen. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 59,12 Milliarden Euro. Hier sind auch die GeschĂ€fte der Klempner, BehĂ€lter- und Apparatebauer sowie der Ofen- und Luftheizungsbauer enthalten. Als wichtigsten Grund nennt Brahmann die Verunsicherung der Verbraucher zur Frage der Heizungsmodernisierung. FĂŒr das laufende Jahr erwartet der Zentralverband einen weiteren leichten UmsatzrĂŒckgang um 1 Prozent.

Wenige WĂ€rmepumpen eingebaut

Schon vor einigen Wochen hatte der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) berichtet, im vergangenen Jahr in Deutschland 46 Prozent weniger WÀrmeerzeuger abgesetzt zu haben als im Jahr zuvor. Davon war auch die Zukunftstechnologie der WÀrmepumpe betroffen, von denen nur noch 193.000 GerÀte abgesetzt wurden. Die alte Bundesregierung hatte 500.000 GerÀte pro Jahr angestrebt.

Auf der Weltleitmesse ISH werden ab dem kommenden Montag technische Lösungen zu den Themen Wasser, WĂ€rme und Luft gezeigt - von modernem Baddesign ĂŒber nachhaltige Heizungs- und Klimatechnik bis hin zu intelligentem Wohnen. Laut Messegesellschaft haben sich mehr als 2.000 Aussteller aus 55 LĂ€ndern angemeldet. Die Messe wird zudem von wissenschaftlichen Tagungen begleitet.

@ dpa.de