Ifo, KĂŒrzere

Ifo: KĂŒrzere Leistungsfristen fördern Jobwechsel

16.04.2025 - 10:15:58

Nach EinschĂ€tzung des MĂŒnchner Ifo-Instituts sollten Höhe und Dauer von Leistungen fĂŒr Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit gekĂŒrzt oder zumindest nicht weiter erhöht werden.

Das schreibt das Institut in einer KurzeinschĂ€tzung fĂŒr die IHK MĂŒnchen und Oberbayern, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. An erster Stelle sehen die Experten die Senkung der Maximalbezugsdauer des Kurzarbeitergelds von aktuell 24 Monaten auf zwölf oder sechs Monate. Damit hĂ€tten BeschĂ€ftigte, die vom Strukturwandel in ihrer Branche betroffen sind, mehr Anreize fĂŒr einen schnellen Jobwechsel.

Ebenso plĂ€diert das Ifo-Institut fĂŒr KĂŒrzungen, zumindest jedoch ein Einfrieren der Leistungen beim BĂŒrgergeld. "Höhere Leistungen und lĂ€ngere Fristen hemmen die Betroffenen auf der Suche nach neuer BeschĂ€ftigung", sagte Ifo-Experte Volker Meier. Die Experten stĂŒtzen ihre EinschĂ€tzung auf aktuelle Studien, die nachgewiesen haben, dass sich bei höheren oder lĂ€ngeren Leistungen der Verbleib in Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit ausweitet. Außerdem weisen sie darauf hin, dass die Umstellung vom Arbeitslosengeld II auf das BĂŒrgergeld zu einer erheblichen Ausdehnung von Leistungen gefĂŒhrt hat. Um das Potenzial zu nutzen, so die Experten, mĂŒsste aber fĂŒr Betroffene Um- oder Nachqualifizierungen ermöglicht werden. Ihrer Meinung nach könnten beschleunigte Qualifizierungsprogramme fĂŒr Quereinsteiger helfen, Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zumindest zu verkĂŒrzen.

@ dts-nachrichtenagentur.de