DiversitÀt in Firmen: Auch Spanien kritisiert US-Forderung
01.04.2025 - 17:10:51Die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump fordert nach Medienberichten von Unternehmen, keine Gleichstellungs- und DiversitĂ€tspolitik zu betreiben, damit sie mit den USA zusammenarbeiten dĂŒrfen. Dies sei "ein eklatanter VerstoĂ gegen die in unserem Land geltende Gesetzgebung", teilte das Arbeitsministerium in Madrid auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mit.
Das von Yolanda DĂaz geleitete Ministerium weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass spanische Unternehmen die Verordnungen zur Gleichstellung und zum Schutz der DiversitĂ€t strikt einhalten mĂŒssen. Man werde keinem Unternehmen eine Umgehung des geltenden Rechtsrahmens gestatten, um GeschĂ€fte in und mit den USA zu betreiben, hieĂ es.
Frankreich sprach bereits von einer "inakzeptablen Einmischung"
Zuvor hatte das Ministerium fĂŒr AuĂenhandel in Paris bereits "eine Einmischung der USA in die Inklusionspolitik französischer Unternehmen wie auch die Drohung ungerechtfertigter Zölle" als "inakzeptabel" zurĂŒckgewiesen. Trump hatte im Januar unter anderem veranlasst, Programme zur "diskriminierenden und illegalen Bevorzugung" in Bundesbehörden zu stoppen.
Eine klare Stellungnahme der US-Regierung zu diesem Vorstoà gegen DiversitÀt in europÀischen Unternehmen liegt bisher nicht vor. Nach verschiedenen Medienberichten ging der Brief der US-Botschaften - der von der französischen Zeitung "Le Figaro" veröffentlicht wurde - unter anderem an Unternehmen in Frankreich, Spanien, Belgien und anderen EU-LÀndern. Welche Unternehmen das sind, ist bisher allerdings nicht bekannt.
Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin teilte mit, entsprechende Schreiben an deutsche Unternehmen seien dem Ministerium nicht bekannt.

