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USA: GesprĂ€che ĂŒber Geisel-Deal im Gaza-Krieg gehen in 'gute Richtung'

29.01.2024 - 20:45:49

Nach GesprĂ€chen ĂŒber eine mögliche neue Feuerpause im Gaza-Krieg und die Freilassung weiterer Geiseln hat sich die US-Regierung vorsichtig optimistisch gezeigt.

"Wir können noch nicht ĂŒber ein bevorstehendes Abkommen sprechen, aber auf der Grundlage der GesprĂ€che, die wir am Wochenende und in den letzten Tagen gefĂŒhrt haben, haben wir das GefĂŒhl, dass es in eine gute Richtung geht", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, am Montag in Washington. Es bleibe aber noch viel zu tun. Am Wochenende hatten Vertreter der USA, Israels, Ägyptens und Katars in Paris beraten. Die Beteiligten wollten die GesprĂ€che in dieser Woche fortsetzen.

Die "New York Times" hatte in der Nacht zum Sonntag unter Berufung auf US-Regierungskreise berichtet, US-Verhandler hĂ€tten einen Entwurf auf Grundlage von VorschlĂ€gen Israels und der Hamas ausgearbeitet. Der Deal könnte demnach vorsehen, dass die Hamas mehr als 100 Geiseln freilĂ€sst und Israel dafĂŒr sein militĂ€risches Vorgehen im Gazastreifen fĂŒr etwa zwei Monate einstellt. In einer ersten Phase sollten die KĂ€mpfe fĂŒr 30 Tage pausieren, hieß es in dem Bericht. In dieser Zeit solle die Hamas weibliche, Ă€ltere und verletzte Geiseln freilassen. Parallel dazu sollten beide Seiten ĂŒber eine zweite Phase verhandeln, in der als Geiseln genommene israelische MĂ€nner und Soldaten fĂŒr weitere 30 Tage Feuerpause freigelassen wĂŒrden.

Verglichen mit der siebentĂ€gigen Feuerpause im November, wĂ€hrend der Geiseln und in Israel inhaftierte PalĂ€stinenser ausgetauscht wurden, wĂŒrden die Kampfhandlungen dann deutlich lĂ€nger ruhen. Die Hamas hatte bei ihrem brutalen Angriff auf Israel am 7. Oktober etwa 240 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. GeschĂ€tzt 1200 weitere Menschen wurden bei dem Massaker getötet. Israel geht seitdem mit einer großen Boden- und Luftoffensive im Gazastreifen gegen die Hamas vor. SchĂ€tzungen zufolge befinden sich noch etwas mehr als 130 Menschen in der Gewalt der Islamisten./trö/DP/mis

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