Bund und LĂ€nder verkĂŒnden Einigung auf Digitalpakt 2.0
13.12.2024 - 11:32:31Demnach sollen Bund und LĂ€nder in den kommenden sechs Jahren jeweils 2,5 Milliarden Euro in die Ausstattung der Schulen mit Laptops und moderner IT-Infrastruktur investieren, wie Bundesbildungsminister Cem Ăzdemir (GrĂŒne) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit LĂ€ndervertretern in Berlin erklĂ€rte.
"Wir mĂŒssen unsere Schulen auf eine Welt vorbereiten, die digital geprĂ€gt ist", sagte Ăzdemir. Das werde die Zukunft der Kinder im Land maĂgeblich prĂ€gen. Deshalb werde auch die Qualifizierung von LehrkrĂ€ften mit dem neuen Digitalpakt klar im Zentrum stehen.
"Durchbruch auf den letzten Metern"
Ăzdemir betonte, dass es ein "Durchbruch auf den letzten Metern" sei - auch wenn die Zukunft der Einigung von Entscheidungen einer kĂŒnftigen Bundesregierung abhĂ€ngen werde, wie der Ăbergangsminister ebenfalls einrĂ€umte. Die nun getroffene Vereinbarung entfaltet zunĂ€chst keine Bindungswirkung, da sie auch unter dem Vorbehalt kĂŒnftiger HaushaltsbeschlĂŒsse steht. Zugleich betonte Ăzdemir seine Zuversicht: "Keine kĂŒnftige Bundesregierung wird an der Einigung vorbeikommen."
Monatelang hatten Bund und LĂ€nder um eine Einigung gerungen. Unter der frĂŒheren FDP-Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger waren die Bund-LĂ€nder-Verhandlungen ĂŒber den Digitalpakt 2.0 - ein Vorhaben aus dem Ampel-Koalitionsvertrag - ins Stocken geraten.
Mehrere Milliarden in den vergangenen Jahren investiert
Auch Stark-Watzingers Vorschlag sah vor, dass der Bund die LĂ€nder ab dem neuen Jahr bis 2030 mit insgesamt 2,5 Milliarden Euro unterstĂŒtzt, wenn diese den gleichen Anteil in die weitere Digitalisierung ihrer Einrichtungen investieren. Gegen diese 50:50-Aufteilung gab es aus den LĂ€ndern groĂen Widerstand.
Mit der nun getroffenen Einigung können sie einen GroĂteil der Mittel, etwa zwei Milliarden Euro, durch die Anrechnung bereits geplanter MaĂnahmen beisteuern. Das federt die finanzielle Last der LĂ€nder deutlich ab.
Beim ersten Digitalpakt Schule, der im Mai dieses Jahres auslief, hatte sich der Bund seit 2019 mit 6,5 Milliarden Euro beteiligt und 90 Prozent der Ausgaben fĂŒr die Digitalisierung in den Schulen wie Laptops und digitale Tafeln getragen. LĂ€nder und Kommunen mussten nur zehn Prozent ĂŒbernehmen.

