Nach Protesten: Frankreichs Regierung lÀdt zu GesprÀchen ein
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 21:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die Regierung unternimmt alles in ihrer Macht Stehende, damit dieses zentrale Thema der Kaufkraft angegangen wird. Ich weiĂ, dass die Franzosen konkrete Ergebnisse erwarten, und wir werden weiterhin handeln", sagte Macron in einer Fernsehansprache am Abend.
Ein Thema der Massendemonstrationen am Samstag waren die hohen Lebenshaltungskosten. Verursacht wĂŒrden diese im Moment durch den Konflikt im Nahen Osten, sagte Macron. Er setze sich in diesem Zusammenhang auf internationaler Ebene fĂŒr niedrigere Kraftstoff- und Energiekosten ein und breche am Montag zu einer Reise in vier LĂ€nder am Persischen Golf auf, um Frankreichs Energieversorgung zu sichern.
Macron: SchĂŒler und Studenten mĂŒssen Gehör finden
FĂŒr die Proteste der SchĂŒler und Studenten habe er VerstĂ€ndnis, sagte Macron. "Sie mĂŒssen ohne Vorurteile Gehör finden und die Schwierigkeiten dĂŒrfen nicht heruntergespielt werden. Die Regierung hat bereits entsprechende MaĂnahmen eingeleitet."
Die Regierung wolle die von den Demonstranten beklagten Probleme angehen, sagte Macron. "Wir mĂŒssen uns an einen Tisch setzen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. SchĂŒler, Studierende, LehrkrĂ€fte, Vertreter der ArbeitgeberverbĂ€nde und Gewerkschaften, Kommunalbehörden sowie Abgeordnete werden bereits ab dieser Woche gemeinsam mit der Regierung an konkreten VorschlĂ€gen arbeiten", sagte Macron. Der Premierminister werde sie in den nĂ€chsten Tagen zu einem Treffen einladen.
Landesweit beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums am Samstag 550.000 Menschen an Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten und marode Schulen, darunter 110.000 in Paris. Am Rande von Kundgebungen kam es zu schweren Ausschreitungen.
