Paris, Wut

Paris reagiert auf Wut Netanjahus: Frankreich bleibt Freund Israels

06.10.2024 - 12:35:03

Nachdem Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu die Forderung des französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron nach einem Waffenembargo gegen Israel als "Schande" bezeichnet hat, bemĂŒht sich Paris um Schadensbegrenzung.

Frankreich bleibe Israels unerschĂŒtterlicher Freund, betonte der PrĂ€sidentenpalast. Man bedauere die "ĂŒbertriebenen" Worte Netanjahus.

Macrons BĂŒro versicherte, dass Frankreich dem Iran oder einem Stellvertreter des Landes nicht erlauben wĂŒrde, Israel anzugreifen. Gleichzeitig sei der PrĂ€sident der Ansicht, dass die dringende Notwendigkeit bestehe, eine Eskalation in der Region zu verhindern. Dazu gehöre ein sofortiger Waffenstillstand im Gazastreifen. In diesem Zusammenhang habe der PrĂ€sident ein Ende jener Waffenexporte an Israel gefordert, die fĂŒr den Einsatz im Gazastreifen bestimmt seien.

Macron hatte im Radiosender France Inter gesagt, es sei vorrangig, zu einer politischen Lösung zurĂŒckzukehren und Waffenlieferungen fĂŒr die KĂ€mpfe im Gazastreifen einzustellen. Netanjahu reagierte darauf mit scharfer Kritik. In einer Videobotschaft auf X erklĂ€rte er: "WĂ€hrend Israel die vom Iran angefĂŒhrten KrĂ€fte der Barbarei bekĂ€mpft, sollten alle zivilisierten LĂ€nder fest an der Seite Israels stehen. Doch PrĂ€sident Macron und andere westliche FĂŒhrer fordern jetzt Waffenembargos gegen Israel, Schande ĂŒber sie!",/sg/DP/ngu

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