Nachhaltigkeit: Kostenloser Workshop am 22. September für Wiener Betriebe
03.07.2026 - 00:05:33 | boerse-global.de
Sie soll heimische Betriebe bei der Umsetzung nachhaltiger Strategien unterstützen. Im Fokus stehen Kreislaufwirtschaft als Innovationstreiber und der Transfer regulatorischer Anforderungen in die betriebliche Praxis.
Workshop: „Nachhaltigkeit – von der Pflicht zum Wettbewerbsvorteil“
Am 22. September 2026 findet ein spezialisierter Workshop in der Wirtschaftskammer Wien statt. Der Titel verrät die Zielrichtung: Unternehmen sollen lernen, ökologische Anforderungen ökonomisch effizient zu nutzen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich.
Warum das Thema brennt: Energiekosten und Hitze
Die aktuelle wirtschaftliche Lage unterstreicht die Dringlichkeit. Die Wirtschaftskammer Österreich empfahl Unternehmen Anfang Juli, regelmäßig den Stromanbieter zu wechseln. Die reinen Energiekosten machen rund 40 Prozent des Gesamtstrompreises aus – Einsparungen hier sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Als Hilfsmittel verweist die Kammer auf den Gewerbe-Tarifkalkulator der E-Control.
Auch die Klimaentwicklung setzt Betriebe unter Druck. Ende Juni zeigten Messungen in Wiener Wohngebäuden Innentemperaturen von über 34 Grad. Wirtschaftsforscher warnen: Ab 30 Grad sinkt die Produktivität drastisch. Jedes weitere Grad belastet die Wirtschaftsleistung zusätzlich.
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Photovoltaik auf dem Ronacher – und neue Stadtprojekte
Parallel zu den Beratungsangeboten laufen konkrete Infrastrukturprojekte. Wien Energie nahm Anfang Juli eine neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Musicaltheaters Ronacher in Betrieb. 122 Module mit einer Leistung von 55 kWp versorgen die Haustechnik und Beleuchtung des denkmalgeschützten Gebäudes.
Auch das „Wiener Klimateam“ wählte Anfang Juli 15 neue Projekte für die Bezirke Josefstadt und Penzing aus. Die Maßnahmen reichen von Begrünungen über Reparatur-Initiativen bis zu Photovoltaik. Das Budget: zwei Millionen Euro in Penzing, 500.000 Euro in der Josefstadt.
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Sanierungsstau und Wasserknappheit
Trotz aller Initiativen bleibt der Gebäudebestand eine Herausforderung. Die Sanierungsquote in Österreich liegt laut Umweltbundesamt bei 1,6 Prozent pro Jahr. Dabei verschärfen EU-Richtlinien die Vorgaben: Ab 2030 sind Nullemissionsgebäude im Neubau Pflicht, bis 2050 soll der gesamte Bestand klimaneutral sein.
Auch das Wasser wird knapper. Der Wasserbedarf in Wien lag zuletzt 27 Prozent über dem Durchschnitt – in Spitzenzeiten sogar 45 Prozent. Die Stadt rief Bevölkerung und Betriebe zum Wassersparen auf. Langfristig arbeitet die Verwaltung an der Strategie „Wiener Wasser 2050“, die unter anderem den Bau eines neuen Wasserwerks auf der Donauinsel vorsieht.
