Bosch plant Stellenabbau in Werkzeugsparte
31.01.2024 - 18:19:38Der Technologiekonzern Bosch will am Hauptsitz seiner Werkzeugsparte Power Tools Hunderte Stellen abbauen. «Nach aktuellem Stand geht das Unternehmen von einem Abbaubedarf bis Ende 2026 von bis zu 560 Stellen (...) aus», teilte eine Bosch-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die PlÀne betreffen damit mehr als ein Viertel der rund 2000 BeschÀftigten an dem Standort im schwÀbischen Leinfelden-Echterdingen. Bundesweit arbeiten rund 3100 Menschen bei Power Tools.
Als einen Grund nannte der Konzern verĂ€nderte Markt- und Kundenanforderungen. Die Sonderkonjunktur wĂ€hrend der Corona-Pandemie habe den Bedarf weitestgehend gesĂ€ttigt. Weiterhin hĂ€tten die hohe Inflation und die allgemein angespannte wirtschaftliche Lage das Konsumklima nachhaltig eingetrĂŒbt. Zudem wolle man etwa in die Erweiterung des Portfolios kabelloser Elektrowerkzeuge investieren und das Nordamerika-GeschĂ€ft ausbauen.
«Um seine WettbewerbsfĂ€higkeit langfristig sicherzustellen, muss das Unternehmen ĂŒber die bereits laufenden MaĂnahmen hinaus, wie etwa die Einsparung von Sachkosten, auch seine Personalkosten in den Zentral-, Entwicklungs- und Verwaltungsbereichen senken», hieĂ es. Einzelne TĂ€tigkeiten sollen auch an kostengĂŒnstigeren Standorten im Ausland angesiedelt werden. Der Schritt ist laut dem Bereichsvorstandsvorsitzenden Thomas Donato notwendig, um die Position in einem hart umkĂ€mpften globalen Markt zu sichern und auszubauen.
Die Stellen sollen den Angaben nach so sozialvertrÀglich wie möglich gestaltet werden. Als Beispiele nannte die Bosch-Sprecherin Altersteilzeit- und Vorruhestandsangebote sowie Abfindungsvereinbarungen und die Vermittlung an andere Standorte der Bosch-Gruppe. Zu den PlÀnen starten demnach nun GesprÀche mit den Arbeitnehmervertretungen.
Bosch Power Tools stellt unter anderem Elektrowerkzeuge, GartengerÀte, Messtechnik und Zubehör her. Zusammen mit den HaushaltsgerÀten bildet die Sparte den GeschÀftsbereich Consumer Goods, der 2022 rund 25 Prozent des gesamten Bosch-Umsatzes von etwas mehr als 88 Milliarden Euro ausmachte.
FĂŒr die deutlich gröĂere Autozuliefersparte wurden in den vergangenen Wochen mehrfach Ă€hnliche PlĂ€ne bekannt. Dort will Bosch aktuell bis zu 3200 Stellen streichen, unter anderem in der Antriebssparte sowie in Bereichen, die fĂŒr Fahrzeugcomputer, SteuergerĂ€te und die entsprechende Software zustĂ€ndig sind.


