Nationale PrĂ€ventionskonferenz fordert mehr Einsatz fĂŒr psychische Gesundheit in der Arbeitswelt
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 10:01 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS"Arbeit ist ein wichtiger Faktor fĂŒr die psychische Gesundheit und die psychische Gesundheit ist ein wichtiger Faktor fĂŒr die Arbeit. Lange Fehlzeiten, zunehmende Einsamkeit und eine hohe Zahl von Erwerbsminderungsrenten aufgrund von psychischen Erkrankungen mĂŒssen uns alarmieren. Menschen drohen den Kontakt zum sozialen Umfeld und zur Arbeitswelt zu verlieren und unserer Wirtschaft gehen wichtige Ressourcen verloren", erklĂ€rt der amtierende NPK-Vorsitzende und HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Dr. Stephan Fasshauer.
Gemeinsam psychische Gesundheit in der Arbeitswelt schĂŒtzen und stĂ€rken
AnlĂ€sslich der aktuellen Kampagne der EuropĂ€ischen Agentur fĂŒr Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) " Gemeinsam fĂŒr psychische Gesundheit bei der Arbeit" betonen die stimmberechtigten NPK-Mitglieder das gemeinsame Anliegen, PrĂ€vention und Gesundheitsförderung systematisch in Betriebe zu integrieren und Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung und Betriebliches Eingliederungsmanagement strukturell miteinander zu verzahnen.
Die Forderungen der stimmberechtigten NPK-Mitglieder im Ăberblick:
PrĂ€vention und Gesundheitsförderung im Betrieb systematisch stĂ€rken: GefĂ€hrdungsbeurteilungen, auch im Hinblick auf die psychische Belastung, mĂŒssen gerade fĂŒr kleine und mittlere Unternehmen einfacher und digitaler werden. Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung sollten steuerlich stĂ€rker gefördert und Nachweispflichten vereinfacht werden.
Ausbildung und Studium gesundheitsförderlich gestalten: Auszubildende und Studierende sollten besser vor psychischen GefĂ€hrdungen geschĂŒtzt werden. Die Entwicklung von Sicherheits- und Gesundheitskompetenzen muss stĂ€rker in die RahmenlehrplĂ€ne der Schulen und Vorgaben der Hochschulen integriert werden.
ErwerbsfĂ€higkeit nachhaltig sichern: Psychische Gesundheit muss fester Bestandteil der Qualifizierung von FĂŒhrungs-, Fach- und Personalverantwortlichen werden. Betriebliches Eingliederungsmanagement sollte ĂŒber Anreizsysteme stĂ€rker gefördert werden können. Kampagnen zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen sollten aus Steuermitteln finanziert werden.
Das vollstÀndige Positionspapier steht zum Download bereit.
Hintergrund: Nationale PrÀventionskonferenz
Die Nationale PrĂ€ventionskonferenz (NPK) wurde mit dem am 25.07.2015 in Kraft getretenen Gesetz zur StĂ€rkung der Gesundheitsförderung und PrĂ€vention eingefĂŒhrt. Ihre Aufgabe ist es, eine nationale PrĂ€ventionsstrategie zu entwickeln und fortzuschreiben (§§ 20d und 20e SGB V). TrĂ€ger der NPK sind die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung sowie die soziale Pflegeversicherung, vertreten durch ihre Spitzenorganisationen: GKV-Spitzenverband als Spitzenverband Bund der Kranken- und Pflegekassen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Sozialversicherung fĂŒr Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie Deutsche Rentenversicherung Bund. Sie bilden die NPK als Arbeitsgemeinschaft nach § 94 Absatz 1a SGB X. Seit dem 10.02.2017 ist ergĂ€nzend zu den TrĂ€gern auch der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Verband) stimmberechtigtes NPK-Mitglied. Weitere Informationen zur NPK finden Sie unter www.npk-info.de
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