Nato-GeneralsekretĂ€r hĂ€lt Putins Kriegsziel fĂŒr nicht mehr erreichbar
22.12.2023 - 05:47:31Der Zweck der von PrÀsident Wladimir Putin angeordneten Invasion sei es gewesen, zu verhindern, dass die Ukraine sich in Richtung Nato und EuropÀische Union bewegt, sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Nach fast zwei Jahren Krieg sei die Ukraine nun aber nÀher an der Nato und der EU als je zuvor.
"PrĂ€sident Putin hat die Ukraine fĂŒr immer verloren", sagte Stoltenberg mit Blick darauf, dass Russland die Ukraine jahrzehntelang als Teil seiner EinflusssphĂ€re sah. Dies sei eine groĂe strategische Niederlage fĂŒr Russland. Er sei sich absolut sicher, dass die Ukraine ihr Ziel eines Nato-Beitritts irgendwann erreichen werde.
Stoltenberg verwies zudem darauf, dass Russland fĂŒr seinen Krieg einen enorm hohen Preis zahlt. Das Land habe bereits Hunderte von Flugzeugen und Tausende von Panzern verloren und 300 000 Soldaten seien getötet oder verwundet worden. Infolge des Krieges steige zudem die Inflation und der Lebensstandard sinke. Auch sei Russland politisch isolierter als zuvor.
Gleichzeitig warnte Stoltenberg davor, angesichts der Entwicklungen auf ein schnelles Kriegsende zu setzen und zu glauben, dass Putin nach der voraussichtlichen Wiederwahl am 17. MĂ€rz einen Kurswechsel einleitet. "Wir haben keine Anzeichen dafĂŒr, dass Putin seine Ziele und seine Politik Ă€ndern wird", sagte der frĂŒhere norwegische Regierungschef. "Er wird weiter versuchen, mehr Gebiete zu besetzen."

