Stoltenberg, Nato-Staaten

Stoltenberg sichert östlichen Nato-Staaten Beistand zu

11.06.2024 - 11:34:38

Nato-GeneralsekretÀr Jens Stoltenberg hat den Staaten an der Nato-Ostflanke angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine einmal mehr den Beistand im Fall eines Angriffs zugesagt.

"Die Nato verfĂŒgt ĂŒber die KrĂ€fte, Ressourcen, FĂ€higkeiten und den politischen Willen, jeden VerbĂŒndeten zu verteidigen", sagte er am Dienstag nach einem Treffen mit dem lettischen PrĂ€sidenten Edgars Rinkevics in Riga. Dort nahm Stoltenberg an den eintĂ€gigen Beratungen der sogenannten Bukarest-Neun-Grupppe (B9) teil. Dazu gehören Polen, RumĂ€nien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei sowie die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

Das Gipfeltreffen, an dem als GĂ€ste neben Stoltenberg auch der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson und der finnische PrĂ€sident Alexander Stubb teilnehmen, diente der Vorbereitung auf den Nato-Gipfel im Juli in Washington. "Der B9-Gipfel ist sowohl eine symbolische als auch eine sehr praktische Plattform fĂŒr die Koordinierung unserer Positionen hinsichtlich der weiteren StĂ€rkung des BĂŒndnisses, der regionalen Sicherheit und unserer UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine", sagte Gastgeber Rinkevics.

Mit dem großangelegten Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 haben sich die Sorgen der LĂ€nder in Mittelosteuropa verstĂ€rkt. Sie zĂ€hlen zu den entschiedensten UnterstĂŒtzern der Ukraine. Eine Ausnahme ist Ungarn, das weiter enge Kontakte nach Moskau unterhĂ€lt. Es war bei dem Treffen in Riga auch nur mit seinem Botschafter vertreten - wie auch die Slowakei.

Polens PrĂ€sident Andrzej Duda hielt das Fernbleiben eines Spitzenvertreters aus Ungarn fĂŒr "nicht gefĂ€hrlich". "Wir haben Einigkeit in der Nato, und ich bin absolut sicher, dass wir uns auch in Sachen Sicherheit hier in Osteuropa einig sind", sagte er bei seiner Ankunft beim Gipfeltreffen. Andere teilnehmende Staatschefs Ă€ußerten sich Ă€hnlich zu Ungarn, das nach einem Bericht der "Financial Times" aber möglicherweise der Ausschluss aus dem B9-Format droht. Die Gruppe hatte sich nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 auf Initiative Polens und RumĂ€niens gegrĂŒndet.

@ dpa.de