Nato-GeneralsekretĂ€r: Orban hat BĂŒndnis vor Moskau-Reise informiert
05.07.2024 - 14:02:38Stoltenberg erklĂ€rte bei einer Pressekonferenz in BrĂŒssel, Ungarn habe das BĂŒndnis ĂŒber die Reise im Vorfeld informiert. Er betonte, wichtig sei, dass sich alle einig seien, dass Russland im Konflikt mit der Ukraine der Aggressor sei und die territoriale IntegritĂ€t und SouverĂ€nitĂ€t respektiert werden mĂŒsse.
Mit Blick auf den Nato-Gipfel in der kommenden Woche in Washington sagte Stoltenberg, er erwarte, dass Orban dort ĂŒber seine GesprĂ€che in Moskau berichten werde und dass man die Gelegenheit haben werde, darĂŒber zu diskutieren. Stoltenberg wies zudem darauf hin, dass der Besuch Orbans in Moskau nicht der erste sei, und betonte, dass Orban bei Treffen mit Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin nicht die Nato vertrete.
FĂŒhrende EU-Politiker hatten Orbans Reise zuvor scharf kritisiert. "Beschwichtigungspolitik wird Putin nicht aufhalten", schrieb beispielsweise EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen auf der Internetplattform X. "Nur Einigkeit und Entschlossenheit werden den Weg zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine ebnen."
Von der Leyen spielte damit darauf an, dass die EU-Position zum Krieg Russlands eigentlich vorsieht, sich mit HÀrte und Geschlossenheit gegen den russischen Angriffskrieg zu stellen. GesprÀche mit dem russischen PrÀsidenten Wladimir Putin sollte es demnach nur dann geben, wenn dies auch im Interesse der Ukraine ist.
Im Fall von Orban ist dies offensichtlich nicht der Fall. Der Rechtspopulist hatte erst Anfang der Woche fĂŒr Unmut gesorgt, als er den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj dazu aufforderte, im Krieg mit Russland eine Feuerpause in ErwĂ€gung zu ziehen.

