Nordkoreas Truppen-Hilfe fĂŒr Russland beunruhigt Nato
13.11.2024 - 13:26:06Man mĂŒsse mehr tun, um sicherzustellen, dass die Ukraine im Kampf bleiben und die russischen Truppen so weit wie möglich zurĂŒckdrĂ€ngen könne, sagte der frĂŒhere niederlĂ€ndische Regierungschef nach einem GesprĂ€ch mit dem scheidenden US-AuĂenminister Antony Blinken.
Die nordkoreanischen Soldaten stellten eine zusĂ€tzliche Bedrohung fĂŒr die Ukraine dar, sagte Rutte. Es gehe darum, zu verhindern, dass Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin in der Ukraine erfolgreich sei. Blinken sagte, das Eingreifen Nordkoreas in die KĂ€mpfe mache eine entschlossene Antwort notwendig und diese werde es auch geben. Wie sie aussehen könnte, erklĂ€rte er allerdings nicht.
Die USA hatten zuvor mitgeteilt, dass sie mittlerweile davon ausgehen, dass Tausende nordkoreanische Soldaten bei den KĂ€mpfen in der russischen Grenzregion nahe Kursk gegen ukrainische Soldaten im Einsatz sind. Dorthin hatten die ukrainischen StreitkrĂ€fte im Sommer eine Art Entlastungsangriff gestartet und Teile der Region unter ihre Kontrolle gebracht. Russland versucht seitdem, die Gebiete zurĂŒckzuerobern. FĂŒr einen Einsatz nordkoreanischer Truppen auf ukrainischem Staatsgebiet gibt es nach Angaben eines Nato-Sprechers bislang keine Hinweise.
Laut Blinken ging es bei dem Treffen in BrĂŒssel auch um das Thema Verteidigungsausgaben, das nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-PrĂ€sidentenwahl kĂŒnftig eine noch gröĂere Rolle spielen dĂŒrfte. Blinken sagte, man sei jetzt an einem Punkt, an dem 23 Alliierte die Marke von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts fĂŒr Verteidigungsausgaben erreicht oder ĂŒberschritten hĂ€tten. Das sei gut, aber man wolle nun sicherstellen, dass diese Ausgaben dort konzentriert seien, wo sie gebraucht wĂŒrden.

