Neubau-Immobilien: 10 Prozent jährliche Abschreibung mit Steuervorteilen
15.06.2026 - 17:18:59 | boerse-global.de
Mitte Juni 2026 ermöglichen aktuelle Regelungen nach § 7b EStG und § 7 Abs. 5a EStG erhebliche Steuervorteile für neu geschaffenen Wohnraum.
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Bis zu 10 Prozent jährlich abschreiben
Im Zentrum steht die Verknüpfung von degressiver AfA (5 Prozent) mit der Sonderabschreibung nach § 7b EStG. Voraussetzung: Die Neubau-Mietwohnungen müssen bestimmte energetische Standards erfüllen.
Über zehn Jahre können Investoren rund die Hälfte des abschreibungsfähigen Kaufpreisanteils steuerlich geltend machen. Konkret sieht das Modell so aus:
- Jahre 1–4: 10 Prozent jährlich (5 Prozent degressive AfA + 5 Prozent Sonderabschreibung)
- Jahre 5–6: 5 Prozent jährlich
- Jahre 7–10: 3 Prozent jährlich
Projekte in Berlin und Franken
In Berlin-Altglienicke läuft das Projekt QUARTIVO mit 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen. Die Einheiten erfüllen den KfW-40-QNG-Standard – Voraussetzung für die Steuervorteile. Ein Erwerb soll noch 2026 steuerlich wirksam sein.
Auch die Metropolregion Nürnberg lockt mit Angeboten. In Fürth entstehen im Projekt „Central Homes“ insgesamt 400 Wohneinheiten. Im ersten Bauabschnitt sind 198 Wohnungen mit 19 bis 45 Quadratmetern geplant. Eine 31,5-Quadratmeter-Wohnung kostet knapp 297.000 Euro, die jährlichen Mieteinnahmen liegen bei rund 8.562 Euro. Fertigstellung: 2027.
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In Ansbach steht eine 2024 errichtete Maisonette-Wohnung mit 79 Quadratmetern für 411.000 Euro. Sie erfüllt den KfW-40+-QNG-Standard und ermöglicht zusätzlich KfW-Förderung aus Programm 298 – bis zu 150.000 Euro.
Strenge Auflagen und Marktrisiken
Die Steuervorteile sind an ökologische Vorgaben gebunden. Die Zertifizierung nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) in Kombination mit KfW-40-Standard ist meist Pflicht.
Doch das Marktumfeld birgt Risiken. Die Weber Bank warnt vor Kapitalabflüssen durch viele Börsengänge und Kapitalerhöhungen in anderen Sektoren. Zudem stehen in der dritten Juniwoche Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der Bank of Japan an – sie könnten das Zinsniveau beeinflussen. Positiv: Ein Rahmenabkommen zwischen USA und Iran sorgt für Entspannung an den Energiemärkten und sinkende Ölpreise.
